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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Liebe

Früchte aus dem Paradies

532558_R_K_B_by_dagmar zechel_pixelio.de.jpgSich Tomaten als reine Zierpflanzen zu halten, auf diese Idee würde heute wohl niemand mehr kommen. Obwohl diese Gewächse durchaus dekorativ sind: rank und schlank dem Himmel emporstrebend, mit leuchten roten Früchten, die durch das grüne Blattwerk spitzen. Heutzutage werden Tomatenpflanzen ganz profan zu den Nutzpflanzen gezählt. Sie wachsen zumeist in wenig schmucken Tomatenhäusern oder unter Dachvorsprüngen, weil sie eines nicht mögen: Wasser von oben. Die »Füße« dagegen haben sie gerne im Feuchten und nehmen es ziemlich übel, wenn man das Gießen vergisst. Und auch vor Kälte haben sie mächtig Angst. Dann schwächeln sie und verlieren ihre Frucht.


Die Tomate ist wahrlich ein Kind der Sonne, ein Geschenk des Himmels, ein Paradiesapfel. So nannte man diese Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse noch bis ins 19. Jahrhundert, daneben auch Liebes- oder Goldapfel. In Österreich hat sich der paradiesische Namen erhalten, dort bezeichnet man Tomaten noch heute als Paradeiser.


Die roten Früchte kamen erst spät auf den europäischen Kontinent. Wahrscheinlich brachten sie die Eroberer Lateinamerikas nach 1492 mit in unsere Breiten. Zunächst nahm man an, Tomaten seien giftig, weswegen sie nur als exotische Ziergewächse kultiviert wurden. Die Azteken und Maya bauten »Xitomatl« bereits um 200 vor unserer Zeitrechnung an und genossen sie auch als kulinarische Köstlichkeiten. Welcher Europäer zuerst in eine Tomate biss, ist nicht überliefert. Fest steht nur, dass die roten Früchte um 1900 auf deutschen und österreichischen Märkten zu finden waren und auch Einzug in die Küchen hielten.


Heute weiß man die Tomate ob ihrer wertvollen Inhaltsstoffe zu schätzen. Sie enthält Lycopin, das gegen Herzerkrankungen schützen soll, daneben Vitamin C, Mineralstoffe und Kalium. Und sie ist natürlich von unserem Speisezettel nicht mehr wegzudenken. Salat ohne die roten Paradiesfrüchte: undenkbar! Und Nudeln schmecken auch nur mit Tomatensauce so richtig lecker. Inzwischen hat man die Qual der Wahl zwischen 2.500 verschiedenen Sorten, die auch nicht immer rot sein müssen. So findet man Tomaten auch mit gelber, rosafarbener, schwarzer oder weißer Haut und sogar mit Tigerstreifen. Es gibt sie kugelrund, flaschen- und eierförmig, als riesige Fleischtomaten-Bälle oder mundgerechte winzige Cocktail-Tomätchen.


Lust bekommen auf paradiesischen Genuss? Dann schmökern Sie doch mal hier rein: In diesem wunderschön aufgemachten Band finden Sie alles über Tomaten, vom Kauf über den eigenen Anbau bis hin zur Verarbeitung; und dazu noch eine Menge über ihre »Schwestern«, die Aubergine und die Paprika!


Buch »Tomaten, Paprika & Auberginen« bei Jokers


Geschrieben von Petra Anne-Marie Kollmannsberger



Bild: Tomate © Dagmar Zechel/www.pixelio.de

17.09.2011, 14.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Ballade von der großen Liebe

Paulo Coelho. Kaum einer versteht es wie er, uns Leser in seinen magischen Bann zu ziehen. Er weiss, wie er ein Zaubernetz aus Worten um uns spinnt, das in unseren Herzen all die grossen Gefühle, von denen er schreibt, erwachen lässt. Fast immer ist die Liebe sein Thema, niemals klischeehaft, doch immer anrührend, mitreissend, bewegend.


Liebesballade.jpgPaulo Coelho bekommt Konkurrenz. Nein, nicht von einem Autor, vielmehr von einem begnadeten Maler! Jimmy Liao ist der Name des in Taiwan geborenen Künstlers, dessen Aquarelle uns in eine intensive, emotionale Welt entführen, in der wir unseren ureigenen Sehnsüchten begegnen. "Die Ballade von der grossen Liebe" heisst sein Bilderbuch für Erwachsene. Es schenkt uns eine berührende Geschichte von zwei Menschen, die zunächst aneinander vorbei laufen. Ein ganz alltägliches Geschehen also. Der Geiger und die Übersetzerin sind füreinander bestimmt, doch kennen sich nicht. Im Regen begegnen sie sich, sie sind sich der grossartigen Schicksalsträchtigkeit des Augenblicks nicht bewusst. Doch die Intuition der Liebe auf den ersten Blick lässt beide nicht mehr los, zahlreiche Begebenheiten verbinden die beiden Liebenden miteinander: Sie streicheln dieselbe Katze, begegnen demselben Kind und immer wieder schrammen sie um Haaresbreite an einem erneuten Treffen vorbei. Doch dann halten sie es eines Tages nicht mehr zu Hause aus und packen ihre Taschen...


Klingt das kitschig? Nein, das ist poetisch. Jimmy Liaos Bilder gehen unter die Haut, nicht umsonst gilt er in Asien als Begründer einer neuartigen Kunst des Erzählens. Gönnen Sie sich zauberhafte Momente mit der "Ballade von der grossen Liebe": Für nur Fr. 5.90 haben wir sie im Angebot.


http://www.jokers.ch/3/15802495-1/buch/die-ballade-von-der-grossen-liebe.html


15.02.2011, 00.04 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Die Liebe Lust und Leid zugleich

Herz.jpgOb sich Liebeskummer wirklich nicht lohnt und es schade um die Tränen in der Nacht ist, wie es der bekannte Evergreen behauptet Zweifel sind durchaus angebracht. Skeptische Zeitgenossen machen uns tatsächlich glauben, dass es mit der Liebe heutzutage nicht mehr weit her sei. Nehmen Sie zum Beispiel die Ehe! Ein Grossstädter, der heute heiratet, hat eine 50-prozentige Option auf eine nachfolgende Scheidung innerhalb der ersten fünf Jahre. Und das kostet, nicht nur Nerven und Ärger, sondern meist auch ziemlich viel Geld.


Vernünftig ist es also kaum mehr, seine Liebe bei diesem Risiko offiziell zu besiegeln. Und doch, die Lust am Heiraten ist ungebrochen, Vernunft hin oder her. Auch in Zeiten von Cyber-Sex und E-Mail-Flirts hat die gute alte Liebe ganz offensichtlich nicht ausgedient.


Das Risiko des Scheiterns aber bleibt, einerlei, ob man nun heiratet, sich verpartnert oder nicht. Und auch wenn sich Liebeskummer tatsächlich nicht lohnen sollte er macht manchem nach einer Trennung schwer zu schaffen. Aber Liebeskummer kann auch eine positive Seite haben. Jedenfalls behaupten das zahllose Ratgeber. Die sind aber nur für Singles oder Menschen in glücklichen Partnerschaften lesbar. Wer akut betroffen ist, wird die guten Liebeskummer-Tipps wohl in den Wind schiessen...



http://www.jokers-buecherboerse.ch/app/result.php?zid=89b45d8441b9aed2154eb0f46ed8f0a9&sortOrder=titel&js_state=on&setMediaType=0&autor=&titel=&infotext=liebeskummer&oldBooks=on&newBooks=on&x=0&y=0



Bild: © Aka/PIXELIO



11.02.2011, 00.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Sie müssen nur noch zugreifen

Ja_is_denn_schon_Valentin3.jpgDie Blumenhändler freuen sich, denn bald gibt es für sie wieder gute Geschäfte: Der Valentinstag am 14. Februar steht vor der Tür. Ähnlich wie das hierzulande ursprünglich gar nicht so populäre Fest »Halloween« wird bei uns auch der Valentinsbrauch seit einigen Jahren immer wichtiger. Er sieht vor, dass sich Verliebte gegenseitig Geschenke machen, vor allem Blumen sind dafür besonders beliebt. Der Preis für rote Rosen, das blumige Liebessymbol par excellence, steigt zu dieser Zeit rasant an.


In den USA, ganz Europa und besonders in England ist der Valentinstag ein ganz wichtiger Tag. In manchen Ländern, zum Beispiel in Finnland, gilt der Valentinstag auch für liebe Freunde, die dann mit einem kleinen Geschenk oder einer netten Karte bedacht werden. Wer an diesem Tag nichts in seinem Briefkasten findet, muss sich ernsthafte Gedanken machen ...


Der Brauch basiert auf der Legende des Bischofs Valentin von Terni, der im 3. Jahrhundert nach Christus als christlicher Märtyrer starb. Er soll Liebende gegen das ausdrückliche Verbot des Kaisers Claudius II. getraut haben, beispielsweise Soldaten, denen die Ehe untersagt war. Aber der schöne Brauch, der geliebten Frau am 14. Februar Blumen zu schenken, könnte auch mit einer entsprechenden Sitte im antiken Rom zu tun haben. Dieser Tag ist nämlich der Gedenktag der Göttin Juno, die als Beschützerin von Ehe und Familie geehrt wurde. Wie dem auch sei, der Valentinstag ist aus dem Jahreslauf nicht mehr wegzudenken. Es ist ja auch wirklich ein schöner Brauch, dem Menschen, der einem besonders am Herzen liegt, eine Kleinigkeit zu schenken.


Es müssen übrigens nicht immer Blumen sein. Ein Buch ist vielleicht eine noch bessere Idee: Das bleibt länger frisch und man kann sogar ein paar liebevolle Worte hineinschreiben. Wir von Jokers haben Ihnen geeignete Titel voller Liebe und Poesie zusammengestellt, Sie müssen nur noch zugreifen!


http://www.jokers.ch/1/aktuell1/geschenkideen-zum-valentinstag.html


Bild: © Gerd Altmann/PIXELIO


09.02.2011, 08.44 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Das Verzeihen in der Liebe

„Liebe ist der Sinn, Dialog der Weg, Würde das Prinzip.“ Oft frage ich mich, wie es in einer Beziehung so weit kommen kann, dass Menschen, die sich einmal liebten, plötzlich einen Rosenkrieg führen können. Was ist geschehen? Sind die grossen Gefühle in blanken Hass umgeschlagen? Ist der Sinn in der Partnerschaft abhanden gekommen, hat man verlernt, miteinander zu reden, ist aus dem Versuch, die eigene Würde zu retten, Verachtung für den anderen entstanden?

 

Liebe ist der Sinn, Dialog der Weg, Würde das Prinzip, ruft uns der Psychotherapeut Michael Cöllen zu: „Eine Kultur der Liebe gibt den Menschen die Würde zurück. Die Liebe als intensivste Form von Beziehung vollzieht sich im Austausch von Körper, Geist und Seele im Ineinander und Miteinander der Partner, von Frau und Mann. Diese Totalität der menschlichen Erfassung ist unvergleichlich, bedingt ihren Zauber, ihre Explosivität, aber auch ihre Zerstörungskraft. Diese Liebe zu lernen, ist ein gemeinsamer Entwicklungsprozess gegenseitiger Stimulierung, um sich zu ersehnter Ganzheit zu vervollständigen, die sonst nirgendwo möglich und durch nichts ersetzbar ist.“

 

Doch viele Steine sind auf dem Weg des Dialogs zu finden, und der Sinn, die Liebe, geht oftmals verloren: Paare haben sich gegenseitig immer wieder neu zu verzeihen, wenn ihre Liebe überleben soll. Verzeihen ist eine Höchstleistung für die Seele. Verzeihen und um Verzeihung bitten sind der Ernstfall der Liebe und gleichzeitig die Reifeprüfung für alle Liebenden.

 

„Das Verzeihen in der Liebe“ gibt es bei uns als MP3-CD. Hier wird das Konzept der Paarsynthese von Michael Cöllen und Ulla Holm, Pädagogin und Psychologin, verständlich vermittelt.

 

„Das Verzeihen in der Liebe“ bei Jokers


Bild: sokaeiko/pixelio.de

02.12.2010, 00.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Post von Amor

Liebe_4.jpgLiebesbriefe können tückisch sein. Erst recht, wenn sie aus lang vergessenen Zeiten stammen und uns unverhofft in die Hände flattern. Aus einem Tagebuch etwa, das man seit Langem wieder in die Hand nimmt. Wenn sie aus einem verstaubten Fotoalbum segeln oder beim Entrümpeln aus den Tiefen des Nachtkästchens auftauchen. Oder man findet, wie ich gestern, eine Liebesbotschaft auf den Buchrücken einer ehemaligen Urlaubslektüre geschrieben. Die Liebe ist seit vielen Jahren vergessen, doch die Zeilen sind immer noch lebendig. Und sie schmerzen, als wäre die Wunde der Trennung gerade neu aufgerissen. Deshalb lese ich alte Liebesbriefe nicht gern, wenn sie an mich gerichtet waren.

 

Anders sieht es mit „fremden“ Liebesbriefen bekannter Dichter und Denker aus. Eins meiner Lieblingslieder ist „Liebesbrief“ von Thomas D. Weil Text und Musik so ergreifend ausdrücken, was ein liebendes Herz fühlt. Unter den Büchern gehört derzeit „Liebesbriefe grosser Männer“ von Katharina Maier und Dr. Sabine Anders zu meinen Favoriten. Bekannt aus der Serie „Sex and the City“ offenbaren hier grosse Geister wie Martin Luther, Ludwig van Beethoven, Goethe und Franz Kafka diversen Angebeteten ihre Liebe. So schrieb etwa Napoleon an seine Josephine:

 

„Fortwährend denke ich im Geiste an Deine Küsse, Deine Tränen, Deine reizende Eifersucht, und der Zauber der unvergleichlichen Josephine entfacht immer von neuem die wild glühende Flamme meines Herzens und meiner Sinne. Wann werde ich endlich, frei von Sorgen und Geschäften, all meine Zeit bei Dir verbringen können, nichts anderes zu tun zu haben, als Dich zu lieben, an nichts anderes zu denken brauchen als an das Glück, es Dir zu sagen und zu beweisen?“

 

Ich denke, es ist Zeit, mal wieder selbst einen Liebesbrief zu schreiben. Morgen werde ich meine Frau damit überraschen.

"Liebesbriefe grosser Männer" in der Bücherbörse bei Jokers

Bild: Didi01/pixelio.de


30.09.2010, 15.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ist Liebe lauter nichts...

Ist Liebe lauter nichts, wie dass sie mich entzündet?
Ist sie dann gleichwohl was, wem ist ihr Tun bewusst?
Ist sie auch recht und gut, wie bringt sie böse Lust?
Ist sie nicht gut, wie dass man Freud aus ihr empfindet?
Lieb ich gar williglich, wie dass ich Schmerzen trage?
Muss ich es tun, was hilft´s, dass ich solch Trauren führ?
Tu ich´s nicht gern, wer ist´s, der es befiehlet mir?
Tu ich´s gern, warum, dass ich mich dann beklage?
Ich wanke wie das Gras, so von den kühlen Winden
Um Vesperzeit bald hin geneiget wird, bald her.
Ich walle wie ein Schiff, das in dem wilden Meer
Von Wellen umgejagt nicht kann zu Rande finden.
Ich weiss nicht was ich will, ich will nicht was ich weiss,
Im Sommer ist mir kalt, im Winter ist mir heiss.

(aus dem Italienischen von Martin Opitz)

Jedes Mal, wenn ich diese Zeilen lese, entsteht vor meinem inneren Auge das Bild jenes einsamen Manns, der im Staub Italiens durch die Provinzen zieht, immer auf der Suche nach Linderung seines Liebesleids. Ja, er wusste, was ein gebrochenes Herz bedeuten kann, er spürte am eigenen Leib, wie schmerzvoll eine unmögliche Liebe sein kann. Sein Leben lang liebte Francesco Petrarca Madonna Laura. Sie war es, die ihn Jahrzehnte lang inspirierte, sie war es, die er nicht vergessen konnte. Doch im 14. Jahrhundert war es unmöglich, dass eine verheirate Frau wie Madonna Laura einen Liebhaber erhören würde.

Der grossartige Poet Francesco Petrarca wurde 1304 in Arezzo geboren. 1310 folgte er seinem Vater, einem florentinischen Notar, in die politische Verbannung; zunächst nach Pisa, später nach Avignon. Dort erhielt er Unterricht in Grammatik, Rhetorik und Dialektik. Schliesslich nahm er ein Studium der Rechtswissenschaften auf, das er zeitweilig in Bologna und Montpellier fortsetzte; er schloss es jedoch nicht ab. 1326 kehrte er nach Avignon zurück. Es war sein Schicksalsjahr: In Avignon traf er die verheirateten Madonna Laura zum ersten Mal. Ihr widmete er sein berühmtes Werk "Canzoniere", eine Gedichtsammlung, die von nichts anderem als seiner unerfüllten Liebe zu ihr handelt.

Mit dieser neuartigen Form der Liebesdichtung übte Petrarca so grossen Einfluss auf die europäische Dichtung des Mittelalters aus, dass diese Stilform nach ihm benannt wurde: der Petrarkismus. Er löste den Minnegesang ab und lebte bis weit in die Neuzeit hinein.

Anno 1337 zog sich der Weitgereiste schliesslich nach Vaucluse zurück, um sich nun vollständig seinem Schaffen zu widmen. Petrarcas Werk stellt in der italienischen Literatur den Übergang von einer mittelalterlichen, Dante verpflichteten Tradition zur neuzeitlichen Literatur dar, wobei Italienisch als lyrische Sprache verwendet wird.

Suesses_UebeljpgPetrarca war von grosser humanistischer Gesinnung, die vor allem in seinem Werk "Epistulae" deutlich wird. Vollkommen neu ist in diesem Werk auch die erste literarische Naturschilderung: Petrarca beschreibt den Aufstieg auf den Mont Ventoux. Vor vielen Jahren habe ich diese Schilderung einmal gelesen.

1341 führte Rom zur Ehrung Petrarcas die altrömische Tradition der Krönung des "Poeta laurentis" wieder ein, was unter anderem auf das religiös-humanistische Werk "Trionfi", eine allegorisch-didaktische Dichtung, zurückgeht.

1353 schliesslich ging Petrarca nach Mailand, um als Diplomat im Dienst der Visconti zu arbeiten. 1368 kehrte er zurück nach Argua, wo er am 18. Juli 1374 starb.

"Süsses Übel, süsses Leid und süsse Lust" bringt Ihnen auf klangvolle Weise die zarte Poesie Petrarcas näher: Die Audio-CD zum Dahinschmelzen bietet mit 70 Minuten Laufzeit das Schönste, was uns die Liebeslyrik des 14. Jahrhunderts schenkt.

"Süsses Übel, süsses Leid und süsse Lust" bei Jokers

Bild Francesco Petrarca: wikimedia.de

01.06.2010, 13.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Eine weniger bekannte Seite von Precht

kosmonauten.jpg"Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?" Das ist einfach ein genialer Titel, das muss man Autor und Verlag lassen. Gefragt haben wir uns das doch schon alle mal zu dem einen oder anderen Zeitpunkt. Mit dieser scharfsinnigen Frage, hinter der sich ein Bestseller verbirgt, überraschte uns vor drei Jahren der Autor Richard David Precht. Da er nicht nur gut schreiben kann, sondern darüber hinaus ausgesprochen telegen ist, kann man ihn häufig in Talkshows erleben. Dort äussert sich Precht nicht nur druckreif über philosophische Fragen, sondern auch zu Zwischenmenschlichem. „Liebe: Ein unordentliches Gefühl“ ist ein weiterer erfolgreicher Titel des Autors aus Solingen.

Dass sich der promovierte Germanist auch im belletristischen Bereich mit diesem Thema beschäftigt, ist nicht ganz so bekannt – vielleicht weil seine Sachbücher mit ihrer Popularität und Verkaufsstärke alles überstrahlen. Jedenfalls hat Richard David Precht mit „Die Kosmonauten“ eine veritable Liebesgeschichte geschrieben.

Sie spielt zu Beginn der neunziger Jahre in Berlin, wo die Wiedervereinigung mit ihrer ganzen Aufregung und der brodelnden Aufbruchstimmung eine prima Kulisse für die Geschichte zweier Frischverliebter abgibt. Georg und Rosalie sind Ende zwanzig und lernen sich in Köln kennen. Es zieht sie jedoch aus dem Westen der Republik ins pulsierende Nachwende-Berlin, das mehr Bohème, mehr Zeitgeist verspricht. In der Hauptstadt stürzen sie sich mitten hinein ins Leben, treffen auf Künstler, Nachtschwärmer und allerlei wunderliche Gestalten. Ein Leben wie im Rausch. Doch plötzlich stellen Georg und Rosalie fest, dass ihnen das Gefühl füreinander abhanden gekommen ist.

Grossstadtroman und Liebesgeschichte in einem, von einem der derzeit angesagtesten deutschen Autoren und das Ganze zum portemonnaiefreundlichen Taschenbuchpreis – was will man mehr?

29.03.2010, 15.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Das Verlangen nach Liebe

das_verlangen_nach_liebe.jpg

Der Valentinstag ist vorbei, der romantische Monat Mai liegt noch in weiter Ferne. Umso wichtiger erscheint es mir, Ihnen in der Zwischenzeit mit ein wenig Literatur zum Thema Liebe die Zeit zu verkürzen. Der absolute Experte in Sachen Liebe ist für mich ein Mann. Das ist insofern bemerkenswert, als man gewöhnlich Frauen auf diesem Gebiet für sachkundiger und verständiger hält.
Aber mit dem vielsagenden Titel „Die große Liebe“ hat sich Hanns-Josef Ortheil bei mir einen sicheren Platz auf dem Gebiet der unkitschigen, sülzfreien, einfach nur tiefromantischen Liebes-Literatur erkämpft. Vielleicht liegt es auch ein wenig daran, dass ich seit geraumer Zeit einen Lesetipp meiner Bekannten Ruth befolge und im Urlaub nun immer Bücher lese, die in meinem aktuellen Urlaubsland spielen. Ich habe das Buch in Italien gelesen. Die Handlung des Titels findet an der Adria statt und lebt davon, dass die Liebe einfach einmal gelingt. Das hat man in Büchern ja sonst nicht so oft, denn unglücklich Liebende sind mit ihren Seelenqualen nun einmal literarisch meist interessanter.
Auch Ortheils Nachfolge-Roman „Das Verlangen nach Liebe“ ist, soviel sei verraten, nichts für Schwarzseher: Nach achtzehn Jahren treffen sich Kunsthistorikerin Judith und Konzertpianist Johannes, früher ein Paar, zufällig in Zürich wieder. Man verabredet sich nun beinahe täglich, berichtet aus seinem Leben, lotet aus, was erneut möglich sein könnte – die alte Anziehung erflammt erneut. Und nein, am Ende erfolgt keine Katastrophe.
Das tut uns Lesern, die wir verzweifelt und unerwidert Liebende in der Literatur so viel häufiger erleben, doch auch mal gut! Wie schön, dass es das Ganze ebenfalls als Hörbuch gibt, so kann man „Das Verlangen nach Liebe“ ganz unmittelbar erleben.
Dass das Hörbuch außerdem ein geradezu unverschämtes Jokers-Schnäppchen ist, traue ich mich fast nicht zu sagen, das klingt so unromantisch ...

(Geschrieben von Matthias Stöbener)

20.03.2010, 17.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Hilfe, Liebeskummer!

Anna GabaldaSusanne wird von Liebeskummer geplagt. Als guten Freund fragte sie mich, welche Bücher ich ihr empfehlen kann. Bekanntlich soll gute Literatur ja jede Not lindern. Spontan fiel mir Judith Hermanns „Nichts als Gespenster“ ein. Das Folgewerk des vom Feuilleton viel gepriesenen „Sommerhaus, später“ behandelt in sieben Kurzgeschichten die unglückliche Liebe und die Verlorenheit im Leben. Ich meinte es gut und empfahl ihr das Buch. Kurze Zeit später gab sie es mir zurück, noch niedergeschlagener als zuvor. „Zu deprimierend“, war ihr Urteil.

Da legte ich ihr „Kannst du“ von Benjamin Lebert ans Herz. Allerdings konnte auch die Geschichte um zwei seelisch schwer belastete Jugendliche, die auf Interrail-Reise durch Skandinavien gehen, nicht trösten. Im Gegenteil. „Mit 35 können mich die Liebesgeschichten von Menschen Anfang 20 doch nur noch niederschmettern“, erklärte sie.

Als ich meiner Frau von Susannes Kummer erzählte, empfahl sie mir „Alles Glück kommt nie“ von Anna Gavalda. Nach dem Erfolgsroman „Zusammen ist man weniger allein“ handelt das neue Werk der Autorin vom 46-jährigen Grossstädter Charles Balanda. Von der Midlife-Krise gebeutelt, erfährt er, dass seine grosse Liebe überraschend gestorben ist. Anouk war die Mutter seines Freundes - und gute 20 Jahre älter. Er begibt sich auf Spurensuche nach seiner früheren Geliebten. Dabei nimmt sein Leben eine völlig neue, glückliche Wendung.

Mit diesem Buch traf ich bei Susanne ins Schwarze. „Das ist es!“ berichtete sie mir. „Wenn bei Liebeskummer etwas hilft, dann Bücher, die Hoffnung machen. Hoffnung, dass man sein Leben in Krisenzeiten zum Besseren wenden kann – oder dass das Gute nur auf einen wartet. Natürlich mit Happy End.“ Anna Gavalda sei Dank!


(Geschrieben von Matthias Stöbener)

11.02.2010, 19.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Laura Laktose:
Ist das erste Buch mit den 1600 Lebensmitteln
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Marianne:
Es tut mir noch immer so leid dass ich erst v
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Anne:
Ich habe sehr lange Zeit online Schack gespie
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Marie:
Ich bin generell begeistert von den Schüssle
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schuessler aslze:
Toll, das ist endlich mal ein gut geschrieben
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