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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Märchen

Im Tiefschlaf

Rosen_by_Irene_Lehmann_pixelio.de.jpgSie schlief 100 Jahre lang, wurde wachgeküsst und war keinen Tag gealtert. Die Rede ist von Dornröschen, jener schönen Königstochter aus dem Märchen, die von einer bösen Fee in ein tiefes Koma geschickt wurde. Während ihres langen Schönheitsschlafes wucherte die Rosenhecke um ihr Schloss zu einem undurchdringlichen Gestrüpp, das nur der tapferste aller Prinzen bezwingen konnte. Das Ende der Geschichte ist bekannt: Dornröschen erwacht und heiratet den Königssohn.


Hätte die Holde während ihres Schlafes Geld verdient, wäre sie schwerreich geworden. Doch das hatte Dornröschen gar nicht nötig. Andere aber schon. Sarah Jane Hurst etwa. Sie bewarb sich für eine Werbeaktion zum Verkaufsstart der DVD des Films »Sleeping Beauty«; und wurde genommen. Als »schlafende Schöne« musste sie es sich 12 Stunden lang in einem überdimensionierten Bett gemütlich machen und so tun, als schliefe sie; mitten auf dem Bahnhof »Waterloo Station« in London. Das »Sleep In« war zugleich eine gesellschaftskritische Aktion zum Thema: »Ist Schlafen in der Öffentlichkeit eine Antwort auf steigende Studiengebühren?«


Dornröschen hat viele Gesichter:


Dornröschen bei Jokers



Geschrieben von Petra Anne-Marie Kollmannsberger

Bild: Rosen © Irene Lehmann/www.pixelio.de


18.04.2012, 13.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Dschinnistan

Christoph_martin_wieland.jpgJohann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller - na klar, die kennt doch jeder. Den Namen Christoph Martin Wieland haben die meisten nicht ganz so präsent. Zu Unrecht, denn im Schatten der Dichtergrössen hat er einige bedeutende Werke zu Papier gebracht. Und immerhin zählte er zusammen mit Johann Gottfried Herder und den Herren Goethe und Schiller zum so genannten "Viergestirn von Weimar" und damit zum Inbegriff der Weimarer Klassik.

 

Wieland wird 1733 in einer oberschwäbischen Kleinstadt geboren, verbringt seine Jugend in der Schweiz und geht später an die Universität Erfurt. 1772 stellt ihn die verwitwete Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar als Erzieher ihrer Söhne an. Später lässt sich Wieland in Weimar nieder, wo er auch seinen Lebensabend verbringt. Ein umtriebiges Leben voll von literarischer Produktivität und Gelehrsamkeit. Auch in Übersetzungen tut sich der Schwabe hervor: Er gilt als einer der wichtigsten Übersetzer Shakespeares.

 

Seinen jugendlichen Beginn mit eher christlich-innerlicher Dichtung lässt Christoph Martin Wieland im Laufe seines Lebens hinter sich. Freude, Anmut und Heiterkeit kennzeichnen seine wichtigsten Werke wie "Geschichte des Agathon", "Der neue Amadis" oder "Dschinnistan", eine Sammlung wundervoller Feenmärchen. Dort treiben Zauberer und falsche Alchimisten ihr Unwesen, eine Feenkönigin wird befreit, Liebende werden getrennt und allerlei orientalische Motive führen die Leser in ein abenteuerliches Traumland.

 

Die zeitgenössische Kritik liess kaum ein gutes Haar an der Wielandschen Märchensammlung, die teilweise auf französische Originale zurückgeht. Zu unernst, hiess es. Aber die Leser liebten "Dschinnistan" bereits Ende des 18. Jahrhunderts. Und noch heute entfaltet sich der Zauber dieser Geschichten - ein feines Kleinod, das sich mit seinen über 200 Jahren wirklich sehen lassen kann!


"Dschinnistan - Oder auserlesene Feen und Geistermärchen" bei Jokers


Bild: Christoph Martin Wieland /wikimedia

12.12.2010, 00.38 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Märchenerzähler der Neuzeit

Heute heißen sie Joanne K. Rowling, Stephanie Meyer oder Karsten Kredel, in meiner Kindheit waren es Marion Zimmer-Bradley oder Wolfgang Hohlbein. Noch viel früher eroberten die Gebrüder Grimm oder auch Hans Christian Andersen die Herzen der Zuhörer und Leser, ja zogen sie mit ihren fantastischen Geschichten in ihren Bann. Märchenerzähler gab es schon immer, und auch wenn die Protagonisten der Erzählungen wechseln, schaffen es bei ihnen die arm Geborenen, die auf der Schattenseite des Lebens Stehenden doch stets, sich zu wagemutigen Helden und brillanten Siegern zu entwickeln. Deswegen lieben wir unsere Märchenhelden, glaube ich. Sie machen Mut, sie zeigen, dass jeder es schaffen kann, wenn er ein guter Mensch bleibt.

Hohlbein.jpgFür viele Menschen ist er mehr als nur eine vage Erinnerung an die schönen Lesestunden der Kindheit: Denn der wunderbare Autor Wolfgang Hohlbein, am 15. August feierte der im Jahre 1953 geborene begnadete Schriftsteller Geburtstag, ist so vielseitig wie kaum ein anderer Erzähler. Neben zahlreichen Kinderromanen und Fantasy-Epen hat er auch viele spannende Krimis und Thriller verfasst. „Wäre ich im Mittelalter geboren worden, wäre ich wahrscheinlich von Hof zu Hof gezogen, um Geschichten von Drachen, Schlachten und Liebeständel zum Besten zu geben.", sagt Wolfgang Hohlbein über sich selbst.

Er ist heute der meistgelesene und erfolgreichste deutschsprachige Fantasy-Autor. Gesamtauflage 40 Millionen Bücher. "Märchenmond" besiegelte im Jahre 1982 seinen Durchbruch, das Buch setzt bis heute seinen Siegeszug in zahlreichen Ausgaben von den USA bis in den Fernen Osten fort. "Druidentor", ein packender fantastischer Thriller, stand ab dem Jahr 1993 zwölf Monate auf der Spiegel-Bestsellerliste, gefolgt von vielen anderen Titeln wie "Anubis" (2005) und dem zur Zeit größten deutschen Fantasy-Serienerfolg "Die Chronik der Unsterblichen".

Wir von Jokers haben ein reiches Potpourri an verschiedensten Werken von Wolfgang Hohlbein zum Schnäppchenpreis für Sie zusammengestellt: Anlässlich seines Geburtstages finden Sie etliche seiner fesselndsten Thriller und Romane nicht nur in Papierform, sondern auch als Hörbuch in unserem Angebotssortiment. Viel Spaß beim Stöbern!

Bücher von Wolfgang Hohlbein bei Jokers

04.09.2010, 19.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Loves

„Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.“ So endet manches Märchen. Erinnern Sie sich noch an die wunderbaren Liebesgeschichten von Dornröschen, Aschenputtel oder Froschkönig? Für mich als Kind war klar, dass die Paare dieser Märchen in alle Ewigkeit glücklich zusammen lebten.

Für mich als Erwachsenen ist das heute wirklich ein Märchen angesichts der Scheidungs- und Trennungsstatistiken. Denn heutzutage kann man sich ja bereits glücklich schätzen, wenn eine Beziehung das berühmt-berüchtigte 7. Jahr erreicht und nicht schon vorher in die Brüche geht.

LiebenJa, die meisten Liebesromane und –märchen lassen uns glauben, dass mit dem Ende der Geschichte das Glück des Paares besiegelt ist. Dass dem nicht so ist, wissen wir aus dem täglichen Leben, doch nicht alle Autoren trauen sich an die Schattenseite von Romanzen. Es bedarf eines klaren und wagemutigen Geistes, um uns Leser auch mit tragischen Love-Stories verzaubern zu können. Es bedarf einer Autorin wie Irene Dische, um einer breiten Leserschaft die Wahrheit über die Liebe nahe zu bringen.

Irene Dische ist eine der aussergewöhnlichsten Schriftstellerinnen, die ich je gelesen habe: Als 17-Jährige verliess sie ihr Heim in New York, um durch die Welt zu trampen, 1970 blieb sie dann in Ostafrika hängen, um dort für zwei Jahre ethnologisch zu arbeiten. Zurück in den USA studierte die 1952 Geborene an der Harvard University, bevor sie im Jahre 1977 nach Berlin zog, wo sie heute noch lebt und schreibt.

Anlässlich ihres Geburtstages am 13.02. habe ich ein besonderes Highlight für Sie ausgesucht: „Lieben“ von Irene Dische erzählt in 25 fesselnden Geschichten vom Glück und Leiden der Liebenden.


18.02.2008, 09.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Märchenschreiber

Maerchen der AntikeHaben Sie sich schon einmal mit dem Schreiben versucht? Es muss ja nicht gleich ein Buch sein, aber hat es Sie nie in den Fingern gejuckt, vielleicht eine Kurzgeschichte oder eine kleine Erzählung zu verfassen?

Ich selbst probiere mich gerade an Märchen - und das mit gutem Grund: Meine Nichte ist jetzt in dem Alter, in dem sie sämtliche Märchenbücher längst selbst gelesen hat - und nach Neuem verlangt. Nachdem ich als der Schreiberling der Familie bekannt bin, hat man mich gefracht, ob ich nicht die Kleine mit neuem Lesefutter versorgen könne. Nun habe ich im Laufe meines Lebens schon allerhand verfasst: Neben diversen Seminararbeiten natürlich auch eine Abschlussarbeit für die Uni, einige Indianer-MaerchenArtikel für Zeitungen und Zeitschriften, Abhandlungen zur Geschichte und zu Sachthemen und – ich gestehe es – ein bisschen Lyrik. Aber: Von Märchen hatte ich bislang keine Ahnung.

Und so kam mir die Idee: Auch wenn meine Nicht bereits die schönen Märchen von Grimm, Hauff und Co. durch hat - kennt sie die fantasievollen Erzählungen anderer Völker? Kennt sie schon die alten Indianer-Sagen oder die Mythen der Antike? Nicht, dass ich es wusste. Also schenkte ich ihr kurzerhand unsere Ausgabe der "Indianer-Märchen" und der "Märchen der Antike" - und habe nun Zeit gewonnen, mich im Schreiben von Märchen zu versuchen.

16.10.2007, 13.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Wie die Milchstrasse an den Himmel kam

"Was um alles in der Welt macht er da?" Erstaunt sehe ich dem Zweitjüngsten meiner Freunde zu. Der Fünfjährige ist auf einen niedrigen Baum geklettert, hat das Trinkfläschchen seiner kleinen Schwester geklaut, den Sauger angeschraubt und schüttet nun die Milch in weitem Bogen aus den Zweigen herab.

"Karsten! Komm sofort da runter und hör auf, Architekt zu spielen!", schimpft sein Papa, dann erklärt er mir: "Der Kleine hat ein neues Hobby: Er baut! Er will nämlich mal Architekt werden." Ich verstehe rein gar nichts. Wieso braucht er zum Bauen die Flasche seiner Schwester? Ich vermute einen Anfall von geschwisterlicher Eifersucht. Aber mein Freund nimmt meiner psychologischen Deutung schnell den Wind aus den Segeln: Karsten interessiert sich wie viele Buben in seinem Alter für die Sterne: Papa, wieso funkeln die Sterne so? Mami, wieso geht die Sonne unter? Sein aktuelles Interesse gehört der Milchstrasse: Wieso heisst sie so, wer hat sie gemacht?

MärchenzauberMein Freund erzählte seinem Sohn die Geschichte von einem grossen Architekten, der auf einem Stern Mittagspause machte, seine Milch trinken wollte - und sie dabei verschüttete. Weil im Weltall keine Schwerkraft herrscht, floss die Milch in einem weiten Bogen durch das Universum - und bildete die Milchstrasse.

"Karsten hat das wohl zu wörtlich genommen", .seufzt mein Freund, "und will eine eigene Milchstrasse bauen". Ich muss lachen: Der geborene Geschichtenerzähler ist mein Freund wirklich nicht. Aber die Idee, ein Märchen um die wundersamen Geschehnisse zwischen Himmel und Erde zu spinnen, gefällt mir.

Falls auch Sie Spass an zauberhaften Erzählungen haben (oder ihren Kinder Rede und Antwort stehen müssen): Wir haben fünf wundersame Märchen als besonderes Hörbuch für Sie im Angebot. Unter anderem die Erklärung dafür, wie die Milchstrasse an den Himmel kam.

20.08.2007, 09.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Spinne im Supermarkt

Neulich beim Einkaufen: Als ich durch die Gemüseabteilung schlenderte, traf ich zufällig Günther, einen alten Bekannten meiner Frau. Wir kamen ein wenig ins Plaudern und schoben nebenbei unsere Einkaufswagen vor uns her. Dabei griffen wir beide mal links, mal rechts und sammelten die gewünschten Lebensmittel ein. Bis Günther vor einer grossen Kiste mit Bananen abrupt stehen blieb.

Spinne„Ich trau mich nie, da rein zu fassen“, gestand er mir. Der Grund: „Vielleicht ist ja eine Spinne mit den Bananen in den deutschen Lebensmittelhandel gereist.“ Irgendwie kam mir die Geschichte bekannt vor, und so fragte ich nach, woher Günther denn diese Befürchtung habe. Die Antwort: „Die Bekannte meiner Freundin hat das mal von ihrer Tante erzählt bekommen.“ Und schon fiel bei mir der Groschen, woher auch ich von dieser Mähr wusste: Es war die klassische Geschichte von der „Spinne in der Yucca-Palme“.

Der Clou solcher modernen Märchen ist, dass sie niemand persönlich erlebt hat. Immer sind mehrere Personen „dazwischen geschaltet“. „Der Bekannte eines Bekannten hat erzählt, er kennt da jemanden, der“ und so weiter. Auf diese Weise beginnen diese Geschichten meist. Und dann folgt Schauerliches aus dem Alltag. Von der Vogelspinne, die eines Tages aus der Erde der neu erworbenen Yucca-Palme steigt. Vom Wissenschaftler, der über Nacht eine tote Ratte in Coca Cola einlegt, die am nächsten Tag bis auf das Skelett zersetzt ist. Von der nächtlichen Anhalterin, die in Wahrheit ein bärtiger Massenmörder ist und in der Tasche eine Axt versteckt.

Günther kannte diese modernen Schauermärchen freilich nicht. Er wolle er sie auch gar nicht kennen, wie er mir ausdrücklich zu verstehen gab. Zum Schluss musste ich für ihn in die Bananenkiste greifen …

Märchen und Sagen bei Jokers

17.04.2007, 09.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Laura Laktose:
Ist das erste Buch mit den 1600 Lebensmitteln
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Marianne:
Es tut mir noch immer so leid dass ich erst v
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Anne:
Ich habe sehr lange Zeit online Schack gespie
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Marie:
Ich bin generell begeistert von den Schüssle
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schuessler aslze:
Toll, das ist endlich mal ein gut geschrieben
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