Jokers Blog Schweiz

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Flaschenpost aus Nicaragua Teil 4: Doppelleben

470940_original_R_K_by_Sybille und Kurt Mader_pixelio.de.jpgAuf dem äußersten Klippenrand des Stadtstrandes von San Juan del Sur thront eine riesige Jesus-Statue und wacht über die Bucht und ihre Bewohner. Sie scheint ihre Sache ziemlich gut zu machen. Denn diese Woche habe ich großartige Menschen aus zwei Welten kennengelernt.


Da ist zum einen Rosa mitsamt ihrer nicaraguanischen Familie, bei der ich in sehr schlichten Verhältnissen wohne (und das obwohl alle studiert haben und Rosa die Präsidentin des örtlichen Tourismusverbandes ist): kein Kühlschrank (deshalb gibt es zum Beispiel auch keine Milchprodukte), Wäsche wird mit der Hand gewaschen (ja Mama, stell dir vor, hab ich auch schon gemacht), ständig Stromausfälle, es gibt kaum Gemüse und Salat, weil es die Ernte verregnet hat und Importe unerschwinglich sind. Gegessen, gekocht, gewaschen und gelernt wird im Eingangsbereich. Dafür ist die Atmosphäre unvergleichlich herzlich. Rosas Tochter Junieta, die in meinem Alter ist, gibt mir jeden Tag vier Stunden Einzel-Unterricht, was immer sehr lustig ist, weil wir uns einfach über alles Mögliche unterhalten. Da sie gerade Englisch lernt, sind wir auch ein gutes Tandem.


Ja und dann habe ich mich noch in die hedonistische Backpacker-Parallelwelt gestürzt: Reggae-Konzert hier, Open-Mic-Abend da, Jamsessions, Wellenreiten und sogar ein Capoera-Workshop. Nebenbei führt man die immer gleichen Gespräche mit der ständig fluktuierenden Belegschaft der unzähligen Hostels: Wo kommst du her, wo gehst du hin, wie heißt du nochmal, ich habs schon wieder vergessen. Hin und wieder sind sehr witzige Persönchen dabei.


Allen voran die bezaubernde Holly aus Brighton, die mit ihrer entzückend englischen Art in diesem rustikalen Haufen völlig deplatziert wirkt. Von ihr kam völlig unerwartet der Vorschlag, wir könnten doch eine Zeit lang in der legendären Community Pacha Mama in Costa Rica verweilen. Also wenn schon Trommelkreis, dann mit Holly! Erst einmal beteiligt sie sich aber an einem sozialen Kunstprojekt mit Kindern. Oder sie recycelt PET-Flaschen zu Lichtquellen für die Slums, da ist sie gerade noch unentschieden.


Dann gibt es noch meinen Sprachschul-»Bruder« Richard, der aus einem kanadischen Indianer-Reservat kommt. Er hat schon einige Monate den Rucksack auf dem Buckel und liest am Open-Mic-Abend gerne mal seine Gedichte vor. Die Maskenbildnerin Ester aus München bevorzugt dagegen eher actiongeladene Vergnügungen wie Canopy-Touren (in 20 Metern Höhe schwingt man sich an Stahlseilen durch den Urwald). Und die Schweizer Standesbeamtin Nadine teilt sich am liebsten die besonnte und wellenberauschte Strand-Idylle mit ein paar schneidigen Volleyballern.


Für welche der vielen Möglichkeiten ich mich nächste Woche entscheide, steht schon fest: Im Nicaragua-See wartet eine Insel mit zwei Bergen, äh, Vulkanen auf mich. Bis dahin verbleibe ich mit zwiespältigen Grüßen,


Anja


Bild: Vulkan in Nicaragua © Sybille und Kurt Mader/www.pixelio.de

14.02.2012, 15.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Flaschenpost aus Costa Rica Teil 3: Gringo Trail

Genauso verwirbelt wie sie begonnen hat, ging die letzte Woche auch weiter. Nachdem ich eines Daches über dem Kopf beraubt war, konnte ich fürs erste bei Horst am steinigen Fluss (Rio Piedras) unterkommen. Der tiefenentspannte Wiener kultiviert neben seiner Leidenschaft zum Surfen auch einen nicht minder ausgeprägten Hang zum Cuba Libre. Ersteres fiel allerdings aufgrund mehrerer Zerstörungen an der Ausrüstung vorerst ins Wasser. Und so begab es sich, dass ich die phänomenale Möglichkeit erhielt, die Arenal-Gegend Richtung Sonne zu verlassen.


418027_original_R_K_by_Kuestenfreund_pixelio.de.jpgIm Jeep »bretterten« wir (für 110 km braucht man gut drei Stunden) über die Panamericana in Richtung Pazifikküste, wo Horst die schwer erhältlichen Ersatzteile zu erwerben gedachte. Dort bin ich an einem ausschließlich von einer Hand voll Surfer bevölkerten Strand in den Genuss einer ersten und letzten Kite-Surfing-Stunde gekommen. Sieht eigentlich ganz einfach aus: bisschen Drachen steigen lassen und sich dann wie auf dem Snowboard hinterher ziehen lassen. Doch unterdes ich ein paar harmlose Trocken-Flugübungen auf festem Boden unternahm, erfasste mich eine hinterhältige Windböe mitsamt des keineswegs schmächtigen, aber zu seinem Unglück an mir befestigten Surflehrers, und schleifte uns quer über den Strand. Ende der Veranstaltung. Von da an hatte ich die Nase gestrichen voll vom Tico-Wind.


Nachdem ich sowieso nichts Besseres zu tun hatte und mein Spanisch noch keine wirklichen Gespräche zulässt, meldete ich mich in einer Sprachschule an - aus Interesse und Kostengründen in Nicaragua. Kaum hatte ich (nach zweistündiger Wartezeit in sengender Mittagshitze) meinen unverhältnismäßig großen Koffer über die staubig-steinige Grenze von Peñas Blancas gezerrt, saß ich in einem ausrangierten,gelben US-Schulbus nach San Juan del Sur. Willkommene Erfrischung bot eine der überall am Straßenrand erhältlichen Pipas frias gekühlte Kokosnüsse, aus denen man mit einem Strohhalm die Milch schlürft. Wie ich später erfuhr, befand ich mich schon mitten auf dem Gringo Trail, also der von Backpackern übervölkerten Route durch Zentralamerika.


Dementsprechend ist San Juan ein Badeort, bestehend aus Hostels, Bars und Cafes sowie diversen Surf-, Sprach- und Yoga-Schulen. Dort empfing mich Rosa Silva aufs Herzlichste. Die Sprachschul-Besitzerin, deren Hund ihr an Leibesfülle in nichts nachsteht, sorgt seitdem wie eine Mama für mich. Mit den einzigen zwei anderen Sprachschülern (den Kanadiern Richard und David) und Rosas Familie wohne ich jetzt unter einem Wellblechdach. Zu essen gibt es morgens, mittags und abends Gallo Pinto (Reis mit Bohnen), was je nach Tageszeit und Verfügbarkeit mal mit Ei, Fleisch, Fisch, Avocado, selten mit Käse, aber immer mit frittierten Bananen variiert werden kann. Unnötig zu sagen, wer die Reste bekommt (der vermutlich einzige dicke Hund in ganz Südamerika). Und der verlangt jetzt nach seinem Recht. Rosa ruft zu Tisch und ich verbleibe mit zuversichtlichen Grüßen.


Bild: Kitesurfer © Küstenfreund/www.pixelio.de

08.02.2012, 10.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Flaschenpost aus Costa Rica Teil 2: Tico Wind

Arenal_Tilaran 026.JPGAm Arenalsee, dem riesigen Stausee der Stromgesellschaft ICE, weht zu jeder Jahreszeit beständiger Wind. Das macht ihn zu einem beliebten Surfrevier. Doch die steife Brise bläst einem manchmal sehr unangenehm ins Gesicht und bringt jede Menge Regen mit. Und gerade hat sich über mir eine solche Regenwolke zusammengebraut. Denn seit heute bin ich sowohl Job als auch Unterkunft los. Jetzt sitze ich in einer Cabina und knabbere die bei den Ticos (so nennen sich die Costa-Ricaner) so beliebten Chips und Kekse aus dem Supermarkt.


Gekommen ist das so: Nachdem mich Thomas in einer Art Lagerhalle mit einem Bett aus Bierkisten untergebracht hat, ich wesentlich mehr arbeiten musste als besprochen, er sogar das Trinkgeld behalten hat und zudem heute wieder einen seiner cholerischen Ausbrüche hatte, habe ich mitten im Mittagsgeschäft meine Schürze ausgezogen und bin gegangen. Den vereinbarten Hungerlohn hat er selbstverständlich nicht herausgerückt.


Aber egal, insgesamt war die Woche eigentlich ziemlich spannend. Zum Beispiel waren wir im Rio Tabacon baden - ein vulkanisch auf Badewannen-Temperatur aufgeheizter Fluss. Da gibt es im Wald angelegte Becken mit kleinen Wasserfällen, die wegen des teuren Eintritts hauptsächlich von Amis besucht werden, aber wirklich ausgesprochen angenehm sind. Gerade weil es die ganze Woche ziemlich kalt und nass war.


 


Zu einer Fiesta in Arenal, zu der mich meine inzwischen Ex-Kollegin Flaka mitgenommen hat, haben sich dagegen keine Gringos verirrt. In einem spärlich ausgestatteten Saal neben dem Plaza del Torros (die kleinen Stierkampf-Arenen gibt es tatsächlich in fast jedem größeren Ort) haben eine mexikanische und eine Tico-Band zum Tanz aufgespielt. Dazu gabs Imperial aus der Dose. Flakas Cousin Justin hat gesagt, die spielen noch die gleichen Lieder wie damals, als seine Mutter jung war. Aber ehrlich gesagt habe ich zu den neuen Liedern auch keinen Unterschied gehört.


Und dann hat mich noch der hier dauerurlaubende Surfer Horst ins nahegelegene Canas mitgenommen. Verblüffend, wie der Regen mit einem Schlag aufhört, sobald man die wolkenverhangene Talsenke verlässt. Mit Cuba Libre aus der Dose sind wir auf dem Kirchplatz gesessen und haben eine Unmenge an schwarzen Vögeln beobachtet, die sich in ohrenbetäubendem Gezeter um die besten Schlafplätze gestritten haben. Schließlich wird es schon immer um sechs dunkel. Da sind die Abende lang und die Unterhaltungsmöglichkeiten begrenzt.



Mal schauen, wohin mich der Tico-Wind nächstens hin weht. Ich glaube, meinen Geburtstag feiere ich erstmal am Strand von Nicaragua. Bis dahin verbleibe ich mit stürmischen Grüßen,


Anja Mayinger




20.01.2012, 12.13 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Flaschenpost aus Costa Rica:

Feliz Año nuevo!


Anja Mayinger, während ihres Studiums zunächst bei Jokers als Werkstudentin in unserer Werbung beschäftigt, vertrat im letzten Jahr eine Jokers Kollegin, die für ein Jahr Mutterschaftsurlaub hatte. Ende des Jahres lief ihr befristeter Vertrag aus. Jetzt gönnt sie sich ein Jahr Costa Rica in einer Bäckerei, die von einem Münchener in Nuevo Arenal betrieben wird: 


http://www.tom.cmxworker.de/index.php?seite=Startseite_t


Fragen Sie mich bitte nicht, wie der Kontakt zu dem Bäcker dort zustande kam und aus welchen Gründen Anja das Bäckerhandwerk in Costa Rica verstärken möchte. Ich fand ihre Idee jedenfalls lustig und abenteuerlich zugleich. Und weil ich in ihr immer noch die liebe und kompetente Kollegin sehe, als die ich sie über Jahre kennenlernen durfte, bat ich sie, hin und wieder für das Jokers Blog aus Costa Rica zu berichten. Hier ihr erstes Lebenszeichen.


Da wo ich jetzt bin, gibt es keine Postadresse. »Toms Pan, Nuevo Arenal, Costa Rica« genügt, um herzufinden, wo ich jetzt bin. Ortsangaben funktionieren hier nämlich folgendermaßen: nach der Kirche rechts, 200 Meter geradeaus, blaues Haus neben der Tankstelle. So lautet die offizielle Ortsangabe im Übrigen auch dann, wenn es die Kirche schon seit 20 Jahren nicht mehr gibt. Deshalb sind Wegbeschreibungen in Costa Rica eher was für Insider. Aber nachdem ich hier sowieso ziemlich in der Pampa bin, wird es wohl kaum zu größeren Verwechselungen kommen...


Trotzdem gibt's in Nuevo Arenal erstaunlich viele kleine Geschäfte und Restaurants. Das liegt größtenteils daran, dass der gemeine Gringo hier heimisch geworden ist und nun die Region mit seiner Zahlungsfähigkeit und seinen guten Manieren beglückt. Ansonsten ist man eigentlich ohne Auto komplett aufgeschmissen. Und ach ja: Ich habe kein Auto.


In Anbetracht der örtlichen Gegebenheiten waren die Sylvester-Feierlichkeiten dann eher unspektakulär. Nach einem elfstündigen Arbeitstag ohne Pause und Mahlzeit waren alle ziemlich geplättet. Christina, eine andere Mitteleuropäerin um die 40, hatte Chili gekocht. Die illustre Essensgesellschaft bestand außerdem aus Thomas, dem Besitzer der Bäckerei Schrägstrich Touristenbusse-Lunch-Station, in der ich bediene. Seine hervorstechenden Qualitäten liegen neben fortwährenden Beteuerungen seiner Arbeitsüberlastung vor allem in seinem grünen Daumen. Der Mittvierziger hatte zum Essen seine blutjunge costa-ricanische Freundin dabei, die bedauerlicherweise in Ermangelung von Deutschkenntnissen nicht so richtig ins Gespräch fand. Es hat sich keiner wirklich bemüht, Spanisch zu sprechen. Stattdessen wurde ihre angebliche Schwangerschaft mitsamt der ihr unterstellten Absichten diskutiert - auf Deutsch zwar, aber sie saß immerhin daneben.


Dabei tat sich Christina besonders hervor. Sie lebt seit vier Jahren in Costa Rica, ist von Thomas mit der Bestimmung bedacht worden, in absehbarer Zukunft die Bäckerei zu übernehmen und hat nach umfangreichen eigenen Aussagen so gar kein Glück mit Männern. Momentan unterhält sie dennoch eine Liaison mit dem hundeblickigen Django keine Ahnung, ob der wirklich so heißt. Wenn er seiner Holden nicht gerade jeden Wunsch von den Augen abliest, läuft er ohne T-Shirt rum. Ich habe den Verdacht, er verfolgt mit der penetranten Zurschaustellung seiner tätowierten Muskeln eine gewisse Intention.


Ja und dann gibt es noch einen 23-jährigen Austausch-Bäcker aus Ravensburg. Chris trägt schwarz zu seinem hellen Teint und verlässt das Haus eher selten. Dafür begeistert er sich für Metall und Emo und war als Kind reicher Eltern früher viel allein, wie er sagt. Als sich alle versammelt hatten, ging die Party los.


Zu der ohnehin Mundhöhlen entflammenden Kulinarie Chili de la Muerte wurde ein ebenso brandstiftender Käse gereicht. Danach entschlossen sich die jung(geblieben)en Wilden Django und Thomas dazu, ein garantiert nicht TÜV-zertifiziertes und zudem antik anmutendes "Feuerwerk" aus der Versenkung zu holen. Damit ausgestattet zogen sie aus, die bereits schlafende Nachbarschaft und nichtsahnende vorbeifahrende Autoinsassen mit ohrenbetäubendem Artilleriefeuer zu erfreuen. Weil sich die pyrotechnischen Sensationen ausschließlich auf ein Maximum an Bummbumm beschränkten, veranlasste das einen Ruhe suchenden Nachbarn dazu, uns sehr eindrücklich zu beschimpfen. So fand die Veranstaltung ihr Ende.


Anja Mayinger



17.01.2012, 08.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der literarische Stammtisch 2

Fast überall, wo über Bücher geredet wird, ist Stieg Larsson ein Thema immer noch. Auch in der Augsburger Cocktailbar im Schatten des Jakobertors, wo einige Jokers-Mitarbeiter ihre Freizeit verbringen (siehe Jokers Blog-Beitrag "Der literarische Stammtisch").


Die Begeisterung über "Verblendung", "Verdammnis" und "Vergebung" war auch am literarischen Stammtisch gross. Geradezu verschlungen haben die Bier- und Bücherfreunde die drei Bände. Auch wenn fast zeitgleich Verfilmungen in TV und Kino zu sehen waren. Die seien zwar "nicht schlecht", aber doch "kein Vergleich zu den Büchern".

 


Ich selbst bitte um Vergebung, dass ich aus Verblendung noch kein Stieg-Larsson-Werk gelesen habe. Obwohl ich alle drei Bände mittlerweile besitze. Aber ich hatte mich am Oster-Wochenende, als ich eigentlich auch endlich die umjubelten Bücher lesen wollte, kurzfristig für einen James Ellroy entschieden: "Blut will fliessen".


Wie das geschehen konnte? Ich griff mir einen der drei Larssons auf meinem Schreibtisch und erwischte "Verdammnis". Ich schlug zufällig die zweite Seite des ersten Kapitels auf und las in der Mitte der Seite:"Für Musik hatte sie sich noch nie im Geringsten interessiert und konnte Sven-Ingvars nicht von Nick Cave unterscheiden, aber die steel pans faszinierten sie irgendwie. Es schien so abwegig, ein Ölfass zu stimmen, und noch abwegiger, dass man ein Fass dazu bringen konnte, kontrollierbare Töne von sich zu geben, die mit nichts anderem zu vergleichen waren."


Blut_will_fliessen.jpgSollte das meine Lektüre für die nächsten vier Tage sein? Aber da lag ja auch noch das ebenfalls ungelesene "Blut will fliessen". Also schlug ich zum Vergleich auch hier die zweite Seite des ersten Kapitels auf und las in der Mitte der Seite: "Die Stirn des Sicherheitsmannes explodierte. Die zwei anderen Sicherheitsleute tasteten ungeschickt nach ihren Halftern. Die Maskierten schossen ihnen in den Rücken. Die Sicherheitsleute bäumten sich auf und fielen nach vorn. Die Maskierten schossen ihnen aus nächster Nähe in den Kopf. Die dumpfen Schläge und der Klang berstender Schädel erzeugten ein gedämpftes Echo."


Nun bin ich gar kein Fan von übermässiger literarischer Gewalt. Doch wenn ein Krimi mit philosophischen Betrachtungen über klingende Ölfässer beginnt, die fürs Verständnis der Handlung oder der handelnden Person völlig irrelevant sind (das behaupte ich mal ganz frech, auch ohne weiter gelesen zu haben), wende ich mich zunächst dem Buch zu, das auf sowas verzichten kann. Auch wenn Ellroy gewöhnungsbedürftig ist.


Geschrieben von Gerald Wunder





06.06.2011, 16.03 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Martin Knauth weiss, was Bücher-Fans wollen

Habe Sie sich schon einmal gefragt, welche Köpfe eigentlich hinter den tollen Angeboten bei Jokers stecken? Tag für Tag arbeitet ein eingeschworenes Team begeisterter Bücherfreunde daran, andere Bücherfreunde mit dem Besten aus Film, Buch und CD zu versorgen. Jetzt können Sie uns mal kennen lernen: Nach und nach stellen sich die Jokerianer vor und plaudern ein bisschen aus dem Nähkästchen.


Heute stelle ich Ihnen Martin Knauth vor, den Mann, der weiss, was Bücher-Fans wollen. Früher traf er in der Augsburger Jokers-Filiale den Geschmack der Kunden - heute tut er das vom Schreibtisch aus. Ständig hält der Filialmanager Augen und Ohren offen für interessante Themen und Ideen. Mit dem richtigen Riecher wählt er dann das Sortiment der Filialen aus, stellt Themen-Tische zusammen und koordiniert das Filial-Marketing. Ein besonders feines Näschen beweist er regelmässig fürs Antiquariat. So ist Martin Knauth auch immer der Mann der Stunde, wenn für Jokers-Gewinnspiele wertvolle Buch-Preise ausgesucht werden.


Martin Knauths persönliche Leidenschaft gilt dem Hörbuch. Deshalb gibt es in Jokers-Filialen auch eine bessere Auswahl als bei vielen anderen: Jokers ist in Sachen Hörbuch ein echter Geheimtipp und dabei auch noch so günstig. Am Liebsten hört der gelernte Buchhändler die Werke von Sir Peter Ustinov. Den hat er sogar schon persönlich getroffen natürlich bei einer Lesung im Buchladen: "Super Auftritt, cooler Typ, ein echtes Vorbild."


Privat entdeckt der Metropolen-Fan gerne die Grossstädte dieser Welt. Sein grosser Wunsch: einmal in eine New Yorker Jazz-Bar gehen.


http://www.jokers.ch/3/16073902-1/hoerbuch/was-ich-von-der-liebe-weiss-3-cds.html


04.03.2011, 00.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Katzen würden bei Jokers kaufen

Wenn Katzen lesen könnten, sie würden bei Jokers kaufen - davon bin ich mittlerweile überzeugt. Nicht etwa, weil Katzen als besonders preisbewusst bekannt sind und schon gar nicht, weil das Jokers-Angebot für die Katz’ wäre. Nein: Katzen lieben die Versandkartons, in denen die Jokers-Bücher ausgeliefert werden.

 

Katze_fertig.jpgEine Behauptung, die durch ein gutes halbes Dutzend Fotografien belegt wird, die wir von Bücherfreundinnen und Bücherfreunden zugeschickt bekamen. Da gibt’s zum Beispiel die Katze aus Ansbach, die sich in einem Jokers-Karton eingerichtet hat und ihr neues Zuhause mit grimmigem Blick verteidigt. Oder den Kater, der auf einer solchen Schachtel Ruhe und Entspannung findet: „Das ist der absolute Lieblingsschlafplatz unseres Katers, die Kiste dürfen wir weder wegnehmen noch verrücken“, schrieb uns Herr Achtmann.

 

Nun gibt es in der Jokers-Belegschaft jede Menge Katzen-Fans. Und natürlich haben einige Kollegen die Wirkung der Versandkartons an den eigenen Samtpfoten getestet. Sie liessen also ein paar alte Jokers-Schachteln an Plätzen rumstehen, die ihre Katzen eigentlich nicht mochten. Und siehe da: Vier von fünf Kollegen berichteten, dass ihre vierbeinigen Mitbewohner die Kartons als Ruhezonen angenommen hätten. Eine der Katzen würde sogar den Deckel heben, in den Karton hineinschlüpfen und den Deckel dann bis auf einen Sehschlitz wieder zuschieben. Einen Beweis für dieses Kunststück blieb die Kollegin bislang allerdings schuldig.

 

Wir haben uns viele Gedanken darüber gemacht, warum gegen die Jokers-Versandkartons sogar aufwändige, flauschig-weich ausgelegte „Katzen-Villen“ abstinken. Die meisten Befürworter hat diese These: „Auf die Grösse kommt es an!“ Vier von fünf der oben genannten Tester hatten nämlich Kartons in der meistgenutzten Standard-Grösse verwendet. Sie scheint für die normalgrosse Katze ideal in Bezug auf Ausmass und Stabilität zu sein: Innen ist der Karton weder zu eng noch zu weitläufig. Und legt die Katze sich oben drauf, gibt der Deckel etwas – aber nicht zu viel – nach. Der kleinere Karton, den Kollege Nr. 5 testete, war dagegen wohl etwas zu unbequem und wurde lediglich markiert.

 

Fazit: Denken Sie an Ihre Katze – bestellen Sie immer so viel, dass der Versandkarton zur Grösse der Mieze passt...


30.11.2010, 00.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Neu: Literatur-Podcast von Jokers.de

Audio-Magazin informiert aktuell über den Literatur-Betrieb

Augsburg, 25.01.2010

Jokers, der Spezialist für Restauflagen und Sonderausgaben, bietet Bücherfreunden unter www.jokers.ch/podcast einen neuen Literatur-Podcast. Das kostenlose Audio-Magazin wird von René Wagner (Hörbuchmagazin „hoerothek.de“) produziert und befasst sich mit Themen rund ums Lesen, die Literatur und die Bücherwelt. Die erste Ausgabe des Literatur-Podcasts steht ab sofort kostenlos zum Download bereit. Sie liefert 25 Minuten lang interessanten und unterhaltsamen Hörstoff zu den wichtigsten Events des Literatur-Frühlings – zur Leipziger Buchmesse und zum Kölner Literaturfestival lit.COLOGNE, deren jeweilige Macher direkt im Podcast zu Wort kommen, sowie zum Münchner Krimifestival. Außerdem wurde für den Literatur-Podast Verleger Klaus Humann, Chef des Carlsen-Verlags, interviewt. Das Fachmagazin „BuchMarkt“ wählte Humann zum Verleger des Jahres 2009. Mit Jokers spricht er über die neuen Bestseller der Jugendliteratur und wagt einen Blick in die Zukunft des Buchmarkts: „Die Attraktivität des Buches ist ungebrochen“, so Humann im Literatur-Podcast von Jokers.

„Unser neuer Literatur-Podcast stellt Menschen aus der Branche und besondere Ereignisse rund ums Buch in den Mittelpunkt“, so Wolf Nikrandt, Geschäftsleitung Jokers: „Zusätzlich liefert er interessante Tipps und Hintergründe und stellt auch neue Trends wie etwa das eBook vor. Dieser Podcast ist kein Werbe-Podcast, sondern ein Audio-Magazin, das Jokers eigens für seine Kunden produziert. Der große Vorteil unseres Literatur-Podcasts ist, dass man ihn komfortabel immer dann hören kann, wenn man persönlich Zeit und Lust dazu hat – zum Beispiel beim Joggen, Bügeln oder auf dem Weg zur Arbeit.“

Der kostenlose Literatur-Podcast von Jokers kann unter www.jokers.ch/podcast als MP3 oder als RealAudio-Datei heruntergeladen werden. Interessierte können sich über einen eigenen Download-Newsletter informieren lassen, wann eine neue Ausgabe des Audio-Magazins zur Verfügung steht, oder den Podcast ganz komfortabel abonnieren, zum Beispiel über iTunes.

Über Jokers: Der Buchversender Jokers, Spezialanbieter für hochwertige Restauflagen und Sonderausgaben und Marktführer in diesem Segment des Buchhandels, wurde im Jahr 1999 gegründet. Jokers gehört zur Augsburger Verlagsgruppe Weltbild GmbH.


Kontakt:
Jokers in der Verlagsgruppe Weltbild GmbH
Matthias Stöbener
Tel.: 0821 / 70 04-90 52

25.01.2010, 10.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Bilderpics gestartet

Jokers schläft nicht. Ständig gibt es neue Ideen. Mehr als wir umsetzen können. Eine schöne Idee allerdings haben wir vorgestern online gebracht: www.bilderpics.ch , eine Datenbank für lizenzfreie Bilder. In unserer Presseerklärung schreibt unser Pressesprecher Herr Hackenbruch:

„Ambitionierte Hobbyfotografen haben auf der neuen Plattform die Möglichkeit, ihre Bilder einer grösseren Öffentlichkeit zu präsentieren und sie zur nichtkommerziellen Nutzung weiterzugeben. Wenn es der Einsender erlaubt, können die Bilder auch zu kommerziellen Zwecken weitergegeben werden. Die Registrierung als Bilderpics-Mitglied ist kostenfrei.

Wolf Nikrandt, unser Geschäftsleiter sagte dazu: „Das grosse Interesse an den Jokers Foto-Wettbewerben und an unserem E-Card-Portal hat uns auf die Idee gebracht, eine solche Bilder-Plattform zu schaffen.“ Pro Quartal wurden bei verschiedenen Jokers-Aktionen jeweils über 2'000 Bilder online gestellt. Herr Nikrandt: „Wir sind der Meinung, dass mehr Menschen etwas von dieser grossen Zahl an spannenden Fotos haben sollten. Mit Bilderpics ist eine neue Web-2.0-Anwendung entstanden, für die sich Jokers als Sponsor gern engagiert.“

Wer die neue Bild-Datenbank von Jokers nutzen will, kann sich unter www.bilderpics.de kostenlos registrieren und ein Mitgliedskonto einrichten. Nur die Suche und Anzeige der Fotos in einer kleinen Auflösung sowie das Lesen von Beiträgen ist auch ohne eine Registrierung möglich.

Als registrierter Nutzer kann man jedes Bild in hoher Auflösung herunterladen. Somit ist Bilderpics auch eine Fundgrube für alle Nutzer, die auf der Suche nach kostenfreien Fotos sind. Auch Illustrationen oder Zeichnungen können in digitaler Form online gestellt werden.“

Dem kann ich noch hinzufügen, dass der Jokers Fotowettbewerb in Zukunft immer auf www.bilderpics.ch stattfindet. Er läuft ein Quartal lang und es gibt immer attraktive Preise für die teilnehmenden Fotografen. Pro Jahr werden vier verschiedene Wettbewerbe ausgeschrieben. Aktuell wird das schönste Bild zum Thema „Bunt“ gesucht und mit einem DVD-Player belohnt.

Am 7. Juli sind wir mit dem neuen Service in die Öffentlichkeit gegangen. Und in drei Tagen sind schon mehr als 200 Bilder eingereicht worden. Ein schöner Start, finde ich.




(Geschrieben von Matthias Stöbener)

20.07.2009, 19.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der neue Jokers Imagefilm

30.06.2009, 19.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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Ist das erste Buch mit den 1600 Lebensmitteln
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Marianne:
Es tut mir noch immer so leid dass ich erst v
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Ich habe sehr lange Zeit online Schack gespie
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Toll, das ist endlich mal ein gut geschrieben
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