Jokers Blog Schweiz

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Nebensächliches

Wenn Milchzucker krank macht

15% der Gesambevölkerung leidet an einer Krankheit! Den Meisten ist es nicht bewusst...

Typische Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Schwindelgefühl oder unreine Haut treten unvermittelt auf und verschwinden auch genauso schnell wieder.


Leute mit Laktose-Intoleranz klagen über einen beinahe unkontrollierbaren Magen und ständige Verdauungsprobleme.


Zwingend ist dies jedoch nicht, denn nach einem kurzen, einfachen Test beim zuständigen Arzt, können die Probleme der Intoleranz schnell bekämpft werden.



Eine entsprechende Ernährung und sorgfalt bei der Auswahl der Lebensmittel, verhelfen schnell zu einem sorgenfreien Essgenuss. Die meisten Supermarktketten bieten schon eine ganze Palette laktosefreier Produkte an.



Jokers biete zwei Alternativen, welche zu einem angenehmen Leben mit Laktose-Intoleranz verhelfen.


Laktose-Intoleranz - Extra: 1.600 Lebensmittel ohne Laktose zeigt dem Leser auf, welche Lebensmittel konsumiert werden können und welche man meiden sollte.


Genussvoll Kochen bei Lactose-Intoleranz enthält Tipps & Tricks auf was man beim Kochen achten sollte und passende Rezepte.

04.07.2011, 10.15 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Kakerlaken-Auflauf, Wurm-Suppe, Schnecken-Soufflé

Insekten_R_K_by_Matthias Brinker_pixelio.de.jpgSushi galt lange Zeit als Inbegriff der Exotik auf dem Teller. Doch seit es die in Reis und Tang eingewickelten rohen Fische nahezu an jeder Ecke zu konsumieren gibt, hat der asiatische Snack etwas an Exklusivität eingebüsst. Etwas Ausgefallenes muss also her, um den Gaumen zu kitzeln.


Wie wäre es mit Insekten? Krabbeltiere zu essen, ist in Europa in etwa so abseitig, wie Mieze oder Bello in die Pfanne zu werfen. Mit dem Unterschied, dass die Krabbeltiere einen nicht so herzerweichend anschauen können, was sie eigentlich zum perfekten Nahrungsmittel macht. Aber kann man sich ernsthaft vorstellen, sein Brötchen mit gerösteten Ameisen zu belegen oder sich an einem Heuschrecken-Imbiss zu laben? "Otto Normalverbraucher" nur schwerlich. Einer schon: Rüdiger Nehberg!


Der Abenteurer schlägt sich bei seinen Touren gerne durch unwegsames Gelände und ernährt sich nur von dem, was ihm unterwegs in den Mund flattert. Es scheint ihm nicht geschadet zu haben, im Gegenteil. Doch Nehberg spielt als Survival-Spezialist in einer anderen Liga als wir. Und was den einen vor dem Verhungern rettet, muss uns noch lange nicht munden. Schlimmer noch, wir Europäer ekeln uns vor den kleinen Krabblern und sind nicht bereit, sie in unserer Küche, geschweige denn auf unserem Teller zu dulden.


Das könnte ein grosser Fehler sein, denn in anderen Teilen der Welt werden Insekten gerne aufgetischt. In Kolumbien etwa lässt man sich gesalzene Blattschneiderameisen auf der Zunge zergehen. In Mexico ist man ganz wild auf Ameisenpuppen. In Thailand kann man nicht von Libellen lassen. Und in Südafrika gelten Termiten als Delikatesse. In weiten Teilen der Welt weiss man, dass das grosse Krabbeln nicht nur ausgesprochen wohlschmeckend ist, sondern auch gesund.


Insekten gelten in Asien und Afrika als ausgezeichnete Proteinquelle und sollen ausserdem reich an Vitaminen, Mineralien und ungesättigten Fettsäuren sein. Sie könnten ausserdem helfen, das Welternährungsproblem und die Klimakatastrophe zu lösen. Durch den Anstieg der Weltbevölkerung steigt der Konsum von Fleisch und zieht ein ökologisches Desaster nach sich. Die intensive Rinder- und Schweinemast verseucht Böden und Trinkwasser, stösst Treibhausgase aus und führt zum Abholzen von Regenwäldern für Weideflächen und Futteranbau.


Um Auswege aus diesem Teufelskreis aufzuzeigen, stieg kürzlich in Oxford ein Experiment, getarnt als festliches Dinner, wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete (Ausgabe 15/2011). Die Künstlerin Angela Palmer lud zum "Grand Banquet of Rainforest Insects". Aufgetischt wurde von der englischen Star-Köchin Thomasina Miers ein Insektenmenü mit Köstlichkeiten wie gesalzenen Mehlwürmern, sautierten Grillen, Tacos mit scharfer Heuschrecken-Salsa und karamellisierten Heuschrecken im Schoko-Mantel.


Den geladenen Gästen, darunter einflussreiche Mitglieder aus Politik, Wirtschaft und Diplomatenkreisen, scheint es gemundet zu haben. Sinn des ungewöhnlichen Gelages war es, die Insektenküche publik zu machen als ökologischen Beitrag zur Rettung der Welt. Erste Ansätze, die kleinen Krabbler zu knabbern, gibt es bereits hierzulande. Einige Restaurants bieten die exotische Speise an, es gibt Insekten-Kochbücher, einschlägige Internetseiten und Spezialversender. Wer sich auf das Abenteuer Insektenessen einlassen will, kann natürlich auch erstmal den eigenen Garten plündern oder in der Zoohandlung nach Futtertieren für Reptilien und Fische fragen.


Zum Einstieg in die Welt der Insekten-Feinschmeckerei, hier einiges an inspirierender Lektüre.


"Die Wunderwelt der Insekten" und "Insekten" bei Jokers



Geschrieben von Petra Anne-Marie Kollmannsberger



Bild: Insektensnacks (Asien) © MATTHIAS BRINKER/www.pixelio.de

08.06.2011, 09.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Ich grille, also bin ich!

Was für ein Segen war es doch, als der Mensch das Feuer entdeckte. Nicht nur, dass es in der Höhle nun mollig warm wurde, auch das Essen schmeckte besser. Von der rohen Tierkeule stiegen unsere Vorfahren aufs gebratene Steak um. Eingedenk dieses Kulturfortschritts wird dem Feuer auch heute noch gehuldigt, bevorzugt in den Sommermonaten. Da versammelt sich der Homo Sapiens gerne in Gruppen um glimmende Holzkohle, legt Fleisch auf und nervt damit ganz gehörig seine Nachbarn. Zählen doch Streitereien um durchs Grillen erzeugte Rauchschwaden zu den häufigsten Nachbarschaftskonflikten. Gerichte versuchen immer wieder durch entsprechende Urteile, die Lust am Kokeln in geordnete Bahnen zu lenken. Wie oft darf, soll, muss der Mensch grillen? Einmal pro Woche? Jeden zweiten Tag? Nur bei windstillem Wetter? Ein Konsens ist (noch) nicht gefunden.


Grill_R_K_by_Betty_pixelio.de.jpgAber betrachten wir das Ganze doch einfach ethnologisch. Ist es nicht schön, sich seiner Wurzeln zu besinnen, als die Männchen noch keulenschwingend durch die Wälder streiften und sich im Kampf Mann gegen Bestie bewährten, während zu Hause die Weibchen das Feuer hüteten? Etwas Toleranz für diese hehre Geschichte kann man auch von Rohköstlern erwarten.


Grillen, also das Spiel mit dem gezähmten Feuer, ist in Deutschland ein regelrechter Volkssport. Eigentlich müsste es fast schon zu den Risikosportarten zählen, denn die Unfallstatistiken zählen bis zu 4'000 Grillunfälle pro Jahr. Dabei sind auch schwerste Verbrennungen nicht selten, nicht nur des Grillmeisters, sondern oft der versammelten Mannschaft. Es soll schon Verpuffungen durch zu grosszügig eingesetzte Brandbeschleuniger gegeben haben, die ganze Gärten in Schutt und Asche legten. Da kann es nicht schaden, wenn man dem Ganzen Ordnung und Struktur gibt, etwa in einem Grillsportverein. Wer es etwas härter mag, kann sich auch den Extrem-Grillern anschliessen. Diese Elite der Zündler grillt immer, überall und alles und schreckt auch nicht davor zurück, den Grill auf einer venezianischen Gondel zu entfachen, ein Würstchen mit einem Bunsenbrenner zu bräunen oder eine Pizza auf den Rost zu werfen. Grillen im Winter ist eine Selbstverständlichkeit, nur unter Wasser dürfte es etwas schwierig werden. Die besten Brutzler können ihr Können auch auf einer der vielen Grillmeisterschaften unter Beweis stellen, die landauf, landab stattfinden.


Auf den Geschmack gekommen? Dann lassen Sie sich von diesen Grillrezepten inspirieren!


Buch "Grillen heute" bei Jokers



Bild: Grill © BETTY/www.pixelio.de

02.06.2011, 10.57 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der Baum der Familie

Stammbuch_by_Stihl024_pixelio.de.jpgNachbars "Hasso" hat einen, die beste Freundin jetzt auch da will man doch selbst nicht zurückstecken. Ein Stammbaum muss her, unbedingt! Und das ist gar nicht so schwierig, wie man denkt. Mit der richtigen Software sortiert man die Vorfahren mühelos in die richtige Reihenfolge und erhält ein weitverzweigtes Verwandschafts-Geflecht. Die Vorarbeit erleichtert das allerdings nur wenig. Wer mehr über seine Ahnen erfahren will, kommt um eine gründliche Recherche in den Archiven von Kirchen und Standesämtern nicht herum. Da werden Familienchroniken und Stammbücher, Kirchen- und Gerichtsbücher, Universitätsmatrikel und Eintragungen ins Sterberegister gewälzt. Wer geübt darin ist, Handschriften zu entziffern und die lateinische Sprache beherrscht, hat hier Vorteile.



In Adelskreisen wurden seit jeher Ahnentafeln geführt; im Bürgertum jedoch ist dies eine relativ junge Erscheinung. Erst mit Beginn der Neuzeit betrieb man auch in bürgerlichen Familien eine intensivere Ahnenforschung und hielt fest, wer mit wem verbandelt war. In wohlbetuchten Kaufmannskreisen tat man es dem Adel gleich und betrieb eine ausgefeilte Heiratspolitik, um bestimmte Handelslinien zu stärken und somit Macht und Wohlstand zu mehren. Da war es gut, wenn man den Überblick behielt. Auch in den Zünften wurde genauestens festgehalten, wer von wem abstammte, um "schwarze Schafe" auszuweisen.



An der Schwelle zum 20. Jahrhundert setzte ein regelrechter Ahnenforschungs-Boom ein. Es entstanden zahlreiche genealogische Vereine, die die Recherche und Archivierung erleichterten. Während der NS-Diktatur erlangte die Abstammungsforschung traurige Berühmtheit, ging es doch in erster Linie darum, eine "arisch" reine Erbfolge aufzuweisen. In heutiger Zeit hat sich die Genealogie von derartigen "Altlasten" weitgehend befreit und gelangt durch das Internet zu neuer Blüte. Diverse genealogische Datenbanken erleichtern die Forschungsarbeit auch für Privatleute und so mancher entdeckte in seiner Ahnenreihe spannende Überraschungen: einen Adelstitel etwa, den sich ein Vorfahr verdiente oder einen besonders mutigen Ururururur-Grossvater, der es bis nach Amerika schaffte.


Da Abstammungslinien oft in Form eines Baumes dargestellt werden, spricht man auch von Stammbaum. Der korrekte Begriff ist Stamm- oder Ahnentafel. Wer nun auch so ein Bäumchen hegen und pflegen will, findet hier die nötige Unterstützung:


Der Stammbaum 4.0, CD-Rom  



Bild: Stammbuch © STIHL24/www.pixelio.de

26.05.2011, 07.16 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Zwergenwelten

Vielen gilt er als Inbegriff der Spiessigkeit, Geschmacklosigkeit und des Kitsches: Der Gartenzwerg hat einen schlechten Ruf. Doch da tut man dem kleinen Mann unrecht und verkennt sein Potential völlig. Im Barock etwa tummelten sich die Zwerge in hochherrschaftlichen Gärten. Doch man umgab sich in Adelskreisen nicht nur mit Zwergenskulpturen, sondern ergötzte sich auch an kleinwüchsigen Menschen. So liess sich etwa Kaiser Karl IV. von seinem "Hofzwerg" Jakob Ries unterhalten. Im Zuge der Aufklärung geriet dann allerdings die "Zwergenhaltung" in den Schlössern in Verruf und auch aus den Gärten verschwanden die kleinen Gesellen. Es dauerte eine ganze Weile, bis die Zwergenfiguren wieder auftauchten. Im 19. Jahrhundert schliesslich wurden sie wieder im Grünen gesichtet, diesmal in den bürgerlichen Vorgärten und in der Form, in der wir sie auch heute noch kennen: mit Zipfelmütze, Gartenschürze und allerlei Werkzeug ausgestattet.


Gartenzwerg.jpgEs erfolgte ein regelrechter Zwergenboom mit Serienfertigung der liebenswerten Gartenbewohner. Die Wiege der Zwergenproduktion liegt in Thüringen. 1872 wurde in Gräfenroda die "Gartenzwergmanufaktur Philipp Griebel" gegründet. Sie überlebte bis heute und stellt die zipfelbemützten Wesen nach wie vor aus Terrakotta und in Handarbeit her. Im Firmenmuseum kann ausserdem der modische Wandel, den die Gartenzwerge durchmachten, begutachtet werden (www.zwergen-griebel.de). Durch die Massenproduktion und billige Werkstoffe wie Gips und Kunststoff konnte sich auch das einfache Volk die niedlichen Gartenbewohner leisten. Und so wurden die wackeren Gesellen zu gern gesehenen Gästen in den Parzellen der Laubenpieper.

Der Zwergenkult knüpft an die nordische Mythologie an. In der isländischen Edda etwa werden Zwerge als listige, überaus schlaue und zauberkundige Wesen dargestellt. Sie leben meist unterirdisch und sind mit dem Abbau von Edelmetallen wie dem Erz beschäftig. Im Grimmschen "Schneewittchen" findet man die kleinen Bergleute wieder. Zwerge spielen eine grosse Rolle in vielen Märchen, aber auch in den Werken der deutschen Romantik, wie etwa in Wilhelm Hauffs "Zwerg Nase". Vorbilder des Gartenzwergs könnten auch in der Antike zu finden sein, etwa in den kleinwüchsigen Bergmännern auf Kreta. Sie sollen hohe, spitze Mützen getragen haben, um sich in den niederen Stollen nicht den Kopf zu stossen. Oder die ebenfalls kleinwüchsigen Venetianer, "Venediger-Mandl" genannt, die im Mittelalter in den Alpen nach Gold und Kobalt gruben.


Nach dem Zweiten Weltkrieg erlahmte die Begeisterung für Zwerge im Garten. Doch einige haben überlebt und halten tapfer die Stellung. Und damit sie nicht völlig in der Versenkung verschwinden, haben ihre Fans die "Internationale Vereinigung zum Schutz der Gartenzwerge" gegründet (www.zipfelauf.com). Ebenso kümmert sich die "Front zur Befreiung der Gartenzwerge" um ihr Wohlergehen (https://www.facebook.com/group.php?gid=32173052444#!/group.php?gid=32173052444&v=info). So werden Zwerge aus Vorgärten entführt und in ihrem vermeintlich natürlichen Lebensraum, dem Wald, wieder aussetzt. Ob die seit Jahrhunderten eines artgerechten Lebens Entwöhnten in freier Wildbahn überleben können, sei dahingestellt.


Passen Sie also gut auf Ihren kleinen Zipfelmützenträger auf, wenn sie noch einen haben! Und für alle Zwergenfans und solche, die es werden wollen, gibt es hier ausreichend Schmökerstoff:


http://www.jokers.ch/3/14772337-1/buch/ein-leben-als-zwerg.html

http://www.jokers.ch/3/14340897-1/hoerbuch/7-zwerge-das-hoerspiel-1-audio-cd.html

http://www.jokers-buecherboerse.ch/app/detail.php?id=755993086&setMediaType=0


Bild: Gartenzwerg © CHRISTIAN SEIDEL/www.pixelio.de

14.05.2011, 00.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Nur fliegen ist schöner

Ballons.jpgHaben Sie als Kind auch davon geträumt, einen ganzen Strauss Luftballons auf dem Jahrmarkt zu kaufen und davon zu schweben? Larry Walters hat es getan. Er band 42 Ballons an einen Gartenstuhl und erhob sich in die Lüfte. Zugegeben, es waren professionelle Wetterballons. Trotzdem hatte diese Flugreise etwas Surreales. Das Bild, das 1982 von diesem luftigen Höllenritt um die Welt ging, erinnert an einen Luftballonverkäufer, der abhebt. Ob sich Walters von Pippi Langstrumpf inspirieren liess, ist unbekannt. Die rothaarige schwedische Göre hatte es bei ihrem abenteuerlichen Höhenflug allerdings deutlich bequemer, band Sie doch einen riesigen Ballon an ihr Bett...


Das Experiment mit dem fliegenden Gartenstuhl funktionierte übrigens besser, als es sich Larry Walters erhofft hatte. An einem lauen Sommertag erhob sich der Truckerfahrer in den Luftraum von Los Angeles. Offenbar hatte er den Auftrieb seiner mit Helium gefüllten Ballons gehörig unterschätzt. In kurzer Zeit stieg das seltsame Fluggerät bis auf über 5.000 Meter und konnte nicht gestoppt werden. Denn der Überflieger hatte im Eifer des Gefechts seine Pistole verloren, mit der er die Ballons abschiessen und somit die Höhe regulieren wollte. Wie durch ein Wunder landete Walters doch noch wohlbehalten - nicht ohne vorher den Flugverkehr total durcheinander gebracht und eine Stromleitung heruntergerissen zu haben. Als "Lown Chair Larry" ging der fliegende Trucker in die Geschichte ein. Ausserdem stellte er einen Höhenrekord im "clustered balloon flight" auf, dem Fliegen mit Ballonbündeln. Da werden Stühle, Kisten, Wannen, ein ganzes Häuschen oder auch nur der "Pilot" selbst an Ballons gebunden, um den Himmel unsicher zu machen.


Demgegenüber mutet die "normale" Ballonfahrt mit grossen Körben für die Passagiere vergleichsweise komfortabel an. Mit einem Ballongelang es der Menschheit erstmals, sich den Traum vom Fliegen zu erfüllen obwohl man streng genommen damit nicht fliegt, sondern fährt. 1783 liessen die Brüder Montgolfier einen ersten "bemannten" heissluftbetriebenen Papierballon aufsteigen die Passagiere waren ein Hahn, eine Ente und ein Schafbock. Als die tierischen Piloten den Versuch überlebten, wagten sich auch Menschen in die fliegende Gondel. Auch erste Versuche mit Gasballonen verliefen erfolgreich. Immer wieder wurden mit Ballonen Höhenrekorde aufgestellt. So drang etwa der Physiker Auguste Piccard 1931 von Augsburg aus mit einem Gasballon in die Stratosphäre vor (etwa 16.000 Meter). Der absolute Weltrekord liegt derzeit bei knapp 35.000 Meter Höhe allerdings im geschlossenen Korb.


Noch heute übt die Ballonfahrt einen ganz besonderen Reiz aus. Ballone sind, da kaum steuerbar, ein Spielball der Winde, die Route ist nicht vorhersehbar der Weg wird zum Ziel. Wagemutigen Abenteurern gelangen immer wieder spektakuläre Fahrten: Im Ballon wurden die Alpen überflogen, die Arktis überquert, aus der DDR geflüchtet, die Welt umrundet...


In einem eigenen Museum im bayerischen Gersthofen bei Augsburg, einer alten Ballonfahrerregion, setzte man der "runden Fliegerei" ein Denkmal (http://www.ballonmuseum-gersthofen.de/index.php?idcat=2).


Alle Fans der fliegenden Gondeln finden hier Stoff zum Schmökern, Träumen und Wegfliegen:

http://www.jokers.ch/3/16541259-1/dvd/erlebnisreisen-ballon-safari-kenia-kappadokien-dvd.html

http://www.jokers.ch/3/13779934-1/buch/fuenf-wochen-im-ballon.html

http://www.jokers.ch/3/14951571-1/buch/der-kleine-herr-jaromir-findet-das-glueck.html




Bild: © Diana Mohr/PIXELIO



09.04.2011, 02.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Intrinsisch

Sollte Ihnen die Unterscheidung der Begriffe "extrinsische oder intrinsische Motivation" bislang schwer gefallen sein, habe ich eine einleuchtende Merkhilfe für Sie: Typisch extrinsisch motiviert ist zum Beispiel ein Schüler, der für eine Schularbeit lernt, um eine gute Note zu erhalten. Oder wenn ein Sportler für einen Marathon trainiert, den er gewinnen will. Bei der intrinsischen Motivation ist es etwas komplexer: Denn welches Verhalten ist heutzutage nicht in irgendeiner Form durch die Umwelt verstärkt, zieht also positive oder negative Konsequenzen nach sich?


Intrinsisch kann ich mit der Geschichte meines Freundes Sebastian erklären. Er reiste kürzlich nach Amsterdam. Dort fiel ihm eine Postkarte in die Hände: "Gedichtendag 2011" stand da drauf. Sebastian kann kein Niederländisch, aber dass das "Gedichtetag 2011" heissen sollte, so viel konnte er interpretieren. Doch leider verstand er von dem Gedicht, das auf die Postkarte gedruckt war, so gut wie kein Wort der Titel allerdings war auf Englisch: "Forgotten fields" von Remeo Campert aus "Een oud geluid".


Sebastian wurde neugierig: Um was mochte es in diesen Zeilen gehen? Auf was spielte der Titel an? Er nahm die Postkarte mit zu einem befreundeten Schiffskapitän, einem Holländer, der auch Englisch und ein wenig Deutsch sprach, und bat um eine Übersetzung. Doch der Seefahrer hatte nach eigenen Angaben nicht viel mit Gedichten am Hut. Er bemühte sich zwar, die Worte für Sebastian zu übersetzen, doch wirklich Sinn ergaben sie nicht von einer Bar war in dem Gedicht die Rede, von portugiesischem Wein und von vergessenen Feldern. Sebastian war frustriert: Der Sinn des Gedichts erschloss sich ihm nicht. Und dabei musste es sich doch um ein tiefsinniges, hintergründiges Werk handeln, war es doch schliesslich das Aushängeschild für den diesjährigen Gedichtetag in Amsterdam!


Also beschloss er, sich zu Hause für einen Sprachkurs in Niederländisch anzumelden. Er wollte, er musste den Inhalt dieses Gedichts so klar selbst verstehen, dass er seinen Sinn oder Unsinn eigenständig erkennen konnte!


Das ist intrinsische Motivation: Eine andere Belohnung als das Glücksgefühl, das Sebastian haben wird, ist er einmal in der Lage, das Gedicht selbst zu lesen, wird ihn nicht erwarten und dennoch nimmt er die Strapazen auf sich, eine vollkommen neue Sprache zu lernen. - Wann haben Sie das letzte Mal etwas gemacht, das gänzlich intrinsisch motiviert gewesen ist? Schreiben Sie es uns!


25.03.2011, 01.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Diäten ade!

Diaet.jpgJetzt sieht man sie wieder als Schlagzeile sämtlicher Frauenzeitschriften: die "Super-Diäten", die "20 Pfund in zwei Wochen" oder "30 Kilo in 4 Monaten" versprechen. Klar, der Frühling steht vor der Tür und bei mancher kneift die Hose von letztem Jahr ein wenig. Aber deswegen bei diesem Diät-Wahnsinn mitmachen? Plötzlich von heute auf morgen Kohlehydrate oder Fett, Proteine oder Ballaststoffe weglassen? Trennkost oder FdH machen? Pillen schlucken oder die Muskeln mit Stromimpulsen quälen?


Das ist nichts für mich. Selbstverständlich achte auch ich auf mein Gewicht, und natürlich habe auch ich in meinem Leben schon die eine oder andere Diät ausprobiert. Aber meine Frau hat mir schnell den Kopf zurecht gerückt, als ich während eines solchen Fasten-Irrsinns mal wieder mit schlechter Laune, Kopfschmerzen und Müdigkeit am Schreibtisch hockte. Nichts wollte mir gelingen, ich konnte mich nicht konzentrieren, mein Gehirn schien regelrecht vernebelt. "Du bist nicht leistungsfähig, wenn du so eine blödsinnige Diät machst, weder körperlich noch geistig", wies sie mich zurecht und brachte damit auf einen Punkt, was mir ja eigentlich selbst klar war. "Lass uns mal gemeinsam schauen, wie wir unsere Ernährung umstellen können", meinte sie dann noch und zog los, um eine Liste mit Nahrungsmitteln ausfindig zu machen, die mich zum einen beim Abspecken unterstützen würden, zum anderen aber auch mein körperliches und psychisches Wohlbefinden nicht beeinträchtigen würden. Sie kam mit erstaunlichen Ergebnisse zurück: Angeblich gibt es neun (meist ziemlich gewöhnliche) Lebensmittel, die das Gehirn sogar vor Krankheiten wie Demenz schützen!


Algen, die in Kombination mit Seefisch Omega-3-Fettsäuren, Jod, Spurenelemente, Vitamine der B-Gruppe und Aminosäuren liefern, Ananas, die sehr tryptophanhaltig ist und damit unterstützend auf die Produktion des Neurotransmitters Serotonin wirkt, Avocado, die B-Vitamine für den Gehirnstoffwechsel und Omega-3-Fettsäuren enthält, Bananen als ebenbürtiger Schokoladen-Ersatz mit Serotonin, Noradrenalin und Dopamin, die für gute Stimmung sorgen und mit Kalium, Phosphor und Magnesium die Konzentration und Denkgeschwindigkeit stärken, Brokkoli mit seinem Sulforaphan, das Zellen anregt, antioxidativ wirkende Enzyme zu bilden, Eier, die Lecithin liefern, dessen Cholin im Organismus zu Acethylcholin umgewandelt wird, Grüner Tee, der antioxidativ wirkende Flavonoide enthält, Hefe mit ihren B-Vitaminen und Eiweiss, Zwiebeln und Knoblauch, die Alliin beinhalten: Alliin wird beim Schneiden zu Allicin umgewandelt, das Sie zwar zum Weinen bringt, aber auch die Durchblutung im Gehirn steigert und damit dem Gehirn vermehrt frischen Sauerstoff zuführt. Allicin weitet die Gefässe, so kann sich Cholesterin nicht ablagern.


Spannend, nicht? Doch so viele medizinische Details will ichIhnen gar nicht zumuten. Meine Frau meint, wer sich gesund ernährt, braucht keine Diäten!


Bild: © Kreuznacher Zeitung/PIXELIO


24.03.2011, 09.13 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Reiseberichte berichten nicht nur von der Reise...

Reise.jpg... und geben dem Leser mehr als die von den Werbetextern immer wieder beschworenen »tiefen Einblicke in Geschichte und Kultur« der bereisten Länder. Viel tiefgehender sind oft die Rückschlüsse, die Reiseberichte über das Weltbild, die Lebensumstände und die Persönlichkeit des Reisenden zulassen. Die Reisetagebücher der folgenden beiden Kandidaten zum Beispiel gelten bis heute als wichtige geschichtliche und völkerkundliche Dokumente. Doch wie muss ein Mensch gestrickt sein, der auf solche Trips geht...


Der Österreicher Georg Christoph Fernberger begab sich 1588 auf eine Pilgerreise ins Heilige Land. Ein Vorhaben, das damals eigentlich abenteuerlich genug gewesen wäre. Doch Neugier und Entdeckerdrang trieben Fernberger weiter: auf den Sinai, nach Babylon, Persien bis nach Indien. Stets war ihm das Glück hold und 1593 kehrte er wohlbehalten nach Wien zurück um 1594 gleich wieder loszuziehen: in den »langen Türkenkrieg«. Doch damit hatte er sein Glück überstrapaziert. Noch im selben Jahr erlag der 37-Jährige einer Wundinfektion.


Ausgerechnet der Neffe (es könnte auch ein Vetter gewesen sein) von Georg Christoph Fernberger ging als der erste österreichische Weltreisende in die Geschichte ein. Und das nicht einmal freiwillig. Vielleicht lag der Hang zu Umwegen in der Familie. Jedenfalls geriet Christoph Carl Fernberger im 30-jährigen Krieg in den Niederlanden in Gefangenschaft. 1621 kaufte ihn seine Familie frei. Doch um nach Hause zu gelangen kämpfen wollte er wohl nicht mehr -,hätte er sich durch die feindlichen Linien schlagen müssen. Zu gefährlich, befand er. Ob Christoph Carl aus der fatalen Risikobereitschaft seines Onkels gelernt hatte?


Jedenfalls entschied er sich für den Seeweg. Bis Venedig wollte er segeln, dann bis Wien auf dem Landweg. Und so ging er 1621 an Bord eines Schiffes. Versehentlich auf das falsche. Statt Venedig steuerte das Schiff Westafrika an. Es zerschellte bei den Kapverdischen Inseln. Fernberger überlebte und wurde von einem Schiff der Ostindien-Kompanie aufgelesen. Das fuhr aber nicht nach Europa zurück, sondern nach Südamerika, durch die Magellanstraße, an die Pazifikküste Nordamerikas, zu den Philippinen und nach Indonesien. Hier begann Christoph Carl, sich als Händler zu betätigen, reiste nach China, Japan, Indien, Persien... Erst als er das Gerücht hörte, Österreich sei von den Türken besetzt, machte er sich 1628 auf den Heimweg.


Bemerkenswert, diese Reiselust, dieser Erlebnishunger. Heute dagegen planen wir jeden Urlaub bis ins kleinste Detail. Und kriegen schon einen Stress-Anfall, wenn die Bahn mal nicht pünktlich auf die Minute fährt.


Bild: © Andreas Hermsdorf/PIXELIO



15.03.2011, 13.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Liebe in Zeiten der Rente

Der_Ball_der_Herzen_ist_erffnet_5.jpgElse J. will sich nicht mehr binden. Stattdessen trifft sich die Mutter eines Freundes lieber zwanglos mit unterschiedlichen Herren zur abwechslungsreichen Freizeitgestaltung. Derzeit stehen vier mögliche Herren zur Auswahl, für die sie verschiedenartige Verwendung findet.


Handwerker Franz, 52, richtet Dach und Solaranlage und bietet sich gern für gelegentliche Streicheleinheiten an. Oberstudienrat Georg Z., 68, liebt Kultur und Bildung, begleitet Else regelmässig in die Oper und anschliessend nach Hause. Elektriker Horst M., 60, fördert ihre Fitness gern mit ausgedehnten Rad- und Wandertouren, ist aber auch zur Stelle, wenn es um die Reparatur der Lichtmaschine ihres Autos geht oder an sonstiger Stelle der Funke nicht so recht zünden mag. Auch Manfred K., 42, schraubt gern bei Else. Der Maler kommt vorbei, wenn die neue Satellitenschüssel eingestellt werden soll, aber auch, wenn Else abends nicht allein fernsehen möchte. Das Ungewöhnliche: Else J. wird nächstes Jahr 70 Jahre. Seit ihrer Scheidung vor sieben Jahren frönt die Rentnerin zunehmend dem unkonventionellen Leben, das auch gern mal mehrere Liebhaber parallel vereint.


Wenn Sie jetzt entsetzt aufstöhnen, darf ich Sie beschwichtigen. So ungewöhnlich ist das nicht. Elfriede Vavrik zum Beispiel hat erst neulich ein ganzes Buch zum Thema Sex jenseits der Wechseljahre geschrieben. In "Nacktbadestrand" erzählt die dreifache Mutter von ihren Bettgeschichten und ihrem ersten Höhepunkt im zarten Alter von 79 Jahren. Wie Else J. auch, bevorzugt Vavrik jüngere Gespielen. "Die älteren Männer suchen sich junge Frauen und alle sagen: Das ist ihre Sache. Warum können wir nicht das Gleiche tun?", fragte die Autorin unlängst in einem Interview mit der Badischen Zeitung. Ja, warum eigentlich nicht?



Bild: © Gerd Altmann/PIXELIO



12.03.2011, 13.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Laura Laktose:
Ist das erste Buch mit den 1600 Lebensmitteln
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Marianne:
Es tut mir noch immer so leid dass ich erst v
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Anne:
Ich habe sehr lange Zeit online Schack gespie
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Marie:
Ich bin generell begeistert von den Schüssle
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schuessler aslze:
Toll, das ist endlich mal ein gut geschrieben
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