
Blogeinträge (themensortiert)
Thema: Termine
Schöne neue Spielewelt
So schnell kann´s gehen: Aus einem vermeintlich langweiligen Computerspiel, das mir eine Freundin vor einigen Monaten schenkte, wird auf einmal ein literarisch wertvolles Studienobjekt. Und das nur, weil mein belesener Freund Elmar mal wieder mehr wusste als ich. Bei seinem letzten Besuch fand er das Spiel auf meinem Tisch und meinte: »Ich wusste gar nicht, dass du daddelst.« Dieser Begriff war mir neu, drum wusste ich nur zu erwidern: »Ach das Computerspiel? Das hat mir eine Freundin geschenkt.« »Guter Geschmack. Das basiert ja auf dem Buch `Der Hexer´von Andrzej Sapkowski .« Und schon war ich hellhörig.
Computerspiele sind gut, um aufgestaute Aggressionen abzubauen und basieren auf der Erfindungsgabe von Teenagern. So hatte ich bis dato geglaubt. Dass aber plötzlich ein polnischer Fantasy-Autor hinter einem Computer-Spiel steht, war ein völlig neuer Aspekt für mich. Zwar hatte ich von ihm noch nichts gelesen, erfuhr aber jetzt, dass Sapkowski gern slawische Mythen und Märchen thematisiert. Der Hexer Geralt ist eine seiner bekanntesten Figuren. In einer Art Episodenroman reist er als Monsterjäger durch eine Fantasiewelt voller Märchenfiguren der Gebrüder Grimm und Hans Christian Andersens. Dass auch Computerspiele Bücher weiterentwickeln und neu erfahrbar machen, finde ich klasse. Eine Romanverfilmung macht das Gelesene zwar lebendig, aber nicht direkt erfahrbar. Ein Computerspiel hingegen lässt den »Leser« die Geschichte selbst erleben und durchspielen. Das erschließt ungeahnte Möglichkeiten: Welche wunderbaren Werke man als Computerspiel aufbereiten könnte! Ich dachte gleich an »Schiffbruch mit Tiger« von Yann Martel, »Krieg und Frieden« von Tolstoi oder »Narziss und Goldmund« von Hermann Hesse.
14.04.2010, 15.37 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Fortschrittliche Bibliotheken
Ich selbst habe es noch nicht ausprobiert, aber es soll funktionieren. Man lädt sich einen bestimmten Titel aus einer digitalen Bibliothek aufs Laptop oder den heimischen Rechner und hat eine bestimmte Leihfrist. Nach dieser Leihfrist löscht sich der Titel automatisch auf dem Rechner des Nutzers. Dabei kann man einen elektronischen Titel nur dann ausleihen, wenn er nicht gerade von einem anderen User der Bibliothek ausgeliehen ist.
Das ist natürlich noch ein aus der Offline-Welt übertragenes Manko, das in der Online-Welt keinen Sinn macht. Da sollte schnell dran gearbeitet werden, dass so viele User ein Buch onleihen können, wie es onleihen wollen. Denn das wäre ja gerade ein Vorteil der Onleihe, dass man nicht warten muss, bis bei einem anderen Leser die Leihfrist eines Buches ausgelaufen ist.
Und überhaupt verstehe ich nicht, warum nur Bibliotheken das Modell der Onleihe eingeführt haben. Das Modell eignet sich doch auch für andere Distribuierer von E-Books, etwa die Verlage. Nicht jeder Leser wird ein E-Book ständig auf seinem Rechner oder Lesegerät haben wollen. Manchen Lesern könnte es doch auch genügen, ein E-Book nur vier Wochen behalten zu dürfen. In so einem Fall würde er einen geringeren Obolus zu entrichten haben als in dem Fall, in dem er das E-Book auf Dauer behalten will.
30.09.2008, 08.52 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Ich denke mir ein Blog
Das Internet kam einer Revolution gleich, E-Mail ist der moderne Kommunikationsweg schlechthin, und sogar die schreibfaulsten Zeitgenossen brachten sich selbst ein mehr oder weniger effizientes Zwei-Finger-Tipp-System bei.

Freilich steckt dieser Forschungszweig noch in den Kinderschuhen doch einige querschnittsgelähmte Patienten können bereits von dieser Erfindung profitieren und auf diese Weise weiterhin mit der Außenwelt kommunizieren.
Wir werden sehen, was uns die Zukunft noch beschert vielleicht empfangen Sie in einigen Jahren nach einer gedanklichen Anforderung uns ere Blogs direkt in Ihrem Kopf?
11.03.2006, 11.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL
In Hameln gibt es nicht nur Ratten
Als ich vom Rattenfänger-Literaturpreis las, habe ich geschmunzelt. Ein origineller Name, finde ich. Und marketingtechnisch genial. An was denken Sie, wenn Sie »Rattenfänger« hören? Richtig: an Hameln. Genauso wie man an Augsburg denkt, wenn man »Puppenkiste« hört. Clever also, wenn die Stadtväter von Hameln einen Literaturpreis nach dem »Rattenfänger von Hameln« benennen.
1984 feierte die Stadt Hameln das Jubiläum »700 Jahre Rattenfänger von Hameln«. Damals schon stiftete die Stadt den Rattenfänger-Literaturpreis. Hintergrund war an Hand der Rattenfängersage die Erkenntnis, dass Literatur, die aus der Phantasie lebt, zutiefst bewegen kann. Im Zeitalter von Harry Potter und dem Herrn der Ringe braucht man das nicht weiter zu begründen. Wir fördern Literaturgattungen, die berühren, sagten sich die Hameler und schrieben einen Preis für Märchen- oder Sagenbücher, phantastische Erzählungen, moderne Kunstmärchen oder Erzählungen aus dem Mittelalter für Kinder und Jugendliche aus.
Dieses Jahr ist der Preis mit 5'000 EUR dotiert. Die genauen Infos zu dem Preis gibt es hier:
Rattenfänger-Literaturpreis
09.12.2005, 16.55 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Kann ja sein, dass
hier auch ein Fotobuch-Autor oder ein Photograph oder ein Fotograf, der einen Bildband veröffentlicht hat, mitliest. Sollte das der Fall sein, will ich ihn auf den deutschen Fotobuchpreis 2005 hinweisen.
Prämiert werden die besonderen Leistungen von Fotografen, Verfassern und Herausgebern, die eine fotografische Aufgabenstellung besonders gut gelöst, bzw. präsentiert haben. Teilnehmen können nicht nur Verlage, sondern auch Fotografen und Fotodesigner.
Die genauen Bedingungen kann man auf folgender Seite nachlesen:
Deutscher-Fotobuchpreis
Übrigens: Der Anmeldeschluss ist erst am 25. Oktober 2005. Bis dahin könnte man fast noch einen Bildband fotografieren und drucken. Wäre schön, wenn wir im November 2005 eine Gewinnerin oder einen Gewinner krönen könnten, der über unser Blog auf den Wettbewerb aufmerksam geworden ist.
13.07.2005, 07.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL
SeaBritain: Was ist das bitte?
Bald 200 Jahre ist es her, dass der tapfere Lord Nelson am Cap Trafalgar die französisch-spanische Flotte vernichtend schlug. Dieses "bicentenary" genannte Ereignis feiert Großbritannien unter dem Motto "SeaBritain" im ganzen Land:

Bristol gedenkt der Schlacht im Rahmen des "Harbour Festival" vom 22. bis zum 24. Juli 2005. Der Nachbau des Schoners "Schooner Pickle" tourt den ganzen Sommer über durch große Hafenstädte und lädt Touristen auf eine Zeitreise ein. Und vom 4. August bis 10. September nimmt "The New Trafalgar Dispatch" noch einmal den Weg, den die Siegesnachricht weiland von Cornwall nach London einschlug.
Auf vielen Festivals reicht man übrigens die eigens kreierte Jubiläumswurst: Der "Trafalgar Banger" wurde nach dem ohrenbetäubenden Lärm der Kanonen auf Nelsons Segelschiff "Victory" benannt. Ich finde, allein diese lukullische Verheißung ist schon einen Besuch der Festlichkeiten wert! Und ganz nebenbei können Sie ja Ihr Englisch ein bisschen aufpolieren...
12.07.2005, 08.54 | (0/0) Kommentare | TB | PL




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