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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Zeitgeschehen

Klettern: ein alter Traum wird zum Massensport

Klettern_by_Christel Wismans_pixelio.de.jpgSchauen Sie Ihrem Kollegen, der Kassiererin im Supermarkt oder auch Ihrem Arzt doch einmal genau auf die Finger! Achten Sie beim nächsten Händedruck auf die Beschaffenheit der Haut: Sehen Sie an den Fingern mit den ganz kurz getragenen Nägeln vielleicht seltsam anmutende weisse Rückstände oder spüren Sie beim Händeschütteln eventuell Schwielen an den Handinnenseiten? Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie es mit einem Kletterer zu tun haben.


Es gibt kaum einen Sport, der in den letzten Jahres so einen Aufschwung erlebte wie das Klettern. Und dazu muss keiner mehr wie früher in die Berge oder an den Felsen fahren, um hoch hinaus zu können. Wie Pilze schiessen in jeder grösseren und kleineren Stadt moderne Kletteranlagen aus dem Boden. Hier kann an Plastikgriffen geklettert werden. In alten Fabrikhallen, in neu errichteten Klettertürmen, in Turnhallen, in Fitnessstudios Und natürlich kann der Naturfreund auch einen der zahlreichen Klettergärten besuchen. Dort wurden Felswände mit Bohrhaken präpariert, in denen der Kletterer seine Zwischensicherungen einhängen kann.



Immer noch ist es hauptsächlich ein Name, der als Inbegriff mit dem Klettern verbunden wird: Reinhold Messner steht bis heute als Synonym für wahren Klettergeist. Er ist der Individualist geblieben, der Abenteurer, der Wandbezwinger: In "Vertical" erzählt der Freigeist von der uralten Geschichte des Bergsteigens, von den Pionieren unter den Kletterern, die sich Schritt um Schritt bis zum augenscheinlich Unmöglichen vorwagten. Messner erzählt von jenen Künstlern, die das Erreichte nie als letztes Limit empfinden, die extrem hohe Ansprüche an sich selbst stellen, die immer neue Zugänge zu "unbezwingbaren" Problemen finden und so das Klettern ständig weiterentwickeln. Kurz: Er erzählt die Geschichte des uralten Menschheitstraums, der heute von vielen gelebt werden kann, ganz nach seinem Motto: "Das Erlebnis, nicht die Eroberung einer Route steht über allem." Die Kletterexperten der jüngsten Generation haben inzwischen gezeigt, dass fast alle früher "unmöglichen" Routen frei durchstiegen werden können. Und so kommt auch Paul Preuss zu Wort: "Das Können beim Freiklettern ist des Dürfens Mass."



"Vertical" ist ein reich bebildertes Abenteuerwerk, das sich nicht nur als Geschenk für Kletterer eignet, sondern auch einen aufregenden Einblick in die Philosophie des menschlichen Wollens gibt.


"Vertical" bei Jokers




Bild: Kletterpark © CHRISTEL WISMANS/www.pixelio.de

10.06.2011, 11.45 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Was hat e=mc2 mit einem Wildhuhn zu tun?

Einstein1921_by_F_Schmutzer_2.jpgKochbücher gibt es viele. Bücher über Einstein auch. Doch was hat der berühmte Physiker mit dem Rezept zur Zubereitung von Wildhühnern zu tun? Wollen wir Ihnen, lieber Leser, an dieser Stelle etwa weismachen, dass, wenn Sie einem Huhn den Bauch stopfen, bevor Sie es ins Rohr schieben und somit seine Masse erhöhen, die Möglichkeit besteht, dass das Huhn, nachdem es durch die Anwendung der Formel "Energie ist gleich der Masse mal der Lichtgeschwindigkeit im Quadrat" mehr Energie gewonnen hat, vom Teller weg davon fliegt?


Natürlich nicht. Aber trotzdem hat Kochen mehr mit Physik zu tun, als wir glauben und zahlreiche populäre Irrtümer zeugen davon. Sicher haben auch Sie schon mal gehört, dass Teflon giftig sein soll oder gefährliche Säuren im Kaffee den Magen schädigen. Oder vielleicht hat Ihnen der Nachbarjunge einmal verraten, dass man mit ganz herkömmlichen Küchenutensilien eine elektrochemische Batterie bauen kann. Viel mehr als eine Lasagne, eine Kasserolle aus Stahl und eine Alu-Folie brauchen sie nicht dazu.


Genau solches Wissen hat der US-amerikanische Chemie-Professor Robert L. Wolke in sein Buch "Was Einstein seinem Koch erzählte" verbraten. Unglaublich erheiternd, humorvoll und immer kompetent erzählt Wolke, wie das Wissen von Chemikern, Physikern und nicht zuletzt Köchen beim Zubereiten von verschiedensten Nahrungsmitteln Anwendung findet. Gewollt oder ungewollt. Auch den gemeinen Fehlannahmen, wie eben, dass Teflon giftig sei, spürt er nach und widerlegt sie.


Das Buch ist als Sammelsurium seiner Antworten auf Leserfragen in Wolkes Kolumne in der Washington Post entstanden und somit ganz lebensnah. Marlene Parrish, die Ehefrau von Prof. Wolke, ergänzt die spannenden Beiträge mit passenden Rezepten. Eine echte Delikatesse für Hirn und Bauch!


"Was Einstein seinem Koch erzählte" bei Jokers



Bild: A. Einstein © FERDINAN SCHMUTZER/www.wikimedia.org

04.06.2011, 14.06 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Alle Vöglein sind schon da

Zaunkoenig_by_Re.Ko._pixelio.de.jpgSingen ist Männersache, zumindest bei den Vögeln. Bei den Piepmätzen haben die Männchen nicht nur das prächtigere Gefieder, sondern auch die schöneren Stimmen und das umfangreichere Gesangesrepertoire. Der Grund des hübschen Geträllers ist handfest und hat mit Freude am Musizieren nichts zu tun. Der Vogelmann will beeindrucken: seine Konkurrenten und die Weibchen. Ersteren signalisiert der Gesang: Dieses Revier ist besetzt; keine Chance, hier wohne ich! Letztere sollen angelockt werden.


Besonders toll treiben es die Gefiederten zur Paarungszeit im Frühjahr. Da wird tirilliert, was die Kehle hergibt. Im April und Mai liefern sich unsere heimischen Vögel einen wahren Sängerwettstreit und das über mehrere Stunden am Tag, bevorzugt in den Abend- oder Morgenstunden. Dann nämlich ist es nicht nur stiller auf der Welt, die Luft ist ausserdem feucht und die Töne breiten sich besser aus, haben Vogelexperten herausgefunden.


Die Arien werden nach einem festen Zeitplan geschmettert, wobei jede Vogelart ihre festen Anfangszeiten hat. Morgens startet etwa der Haus- und Gartenrotschwanz bereits eineinhalb Stunden vor Sonnenaufgang, gefolgt von der Singdrossel, dem Zaunkönig, der Blaumeise Zu den Langschläfern zählen die Spatzen. Sie schaffen es gerade mal eine Viertelstunde vor Tagesanbruch, ihre Stimmen zu erheben. Im Sommer, wenn die Mauser einsetzt und das Gefieder erneuert wird, verstummen die Gesänge. Die Kraft wird nunzur "Rundumerneuerung" gebraucht.


Jetzt ist also die richtige Zeit, um den begabten Sängern im Garten zu lauschen. Und für die vogelgesangfreie Zeit sei diese CD mit den schönsten Vogelstimmen empfohlen:


CD "Vogelstimmenmusik" bei Jokers


Dazu allerlei Wissenswerte rund um unsere gefiederten Freunde:


Buch "Vögel im Jahreslauf" ,


Buch "Die Vögel Europas" und


Buch "Der grosse National Geographic Photoguide Vogelfotografie"


bei Jokers


Geschrieben von Petra Anne-Marie Kollmannsberger



Bild: Zaunkönig © RE.KO./www.pixelio.de

27.05.2011, 09.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Jetzt krachts!

Zu welchem Persönlichkeitstypus gehören Sie? Neigen Sie dazu, bei Meinungsverschiedenheiten zu schmollen oder hauen Sie mal gerne auf den Tisch? Oft erscheinen uns die Paare als besonders glücklich, bei denen alles in "stiller Harmonie" abläuft: Nie bekommt man als Aussenstehender bei diesen Beziehungen einen Konflikt mit, scheinbar läuft alles rund. Doch spätestens seit den Bestseller-Büchern des US-Psychologen John Gottman, der anhand des Streitstils von Paaren gewagte Prophezeiungen aufstellt, ob die Beziehung die nächsten drei Jahre übersteht, blicken wir anders auf Streitigkeiten zwischen Paaren.


Nachdem Gottman immerhin eine Trefferquote von über 90% in seinen Voraussagen hatte, sprechen wir heute von einer "Streitkultur", d.h.: Wir erachten das (kultivierte) Auseinandersetzen mit dem Partner als lebensnotwendig für die Beziehung. Denn Gottman zeigte, dass der, der nicht streitet, nur geringe Aussichten auf eine überdauernde Beziehung hat.


Ein Blick auf aktuelle Statistiken offenbart, mit welchen Meinungsverschiedenheiten die Deutschen sich hauptsächlich plagen: Das Meinungsforschungsinstitut Forsa fand in einer Umfrage heraus, dass die grössten Probleme in einer Partnerschaft vor allem auf abweichenden Freizeitinteressen (28 Prozent), unterschiedlichem Humor (27 Prozent) und ungleicher Arbeitsverteilung im Alltag (24 Prozent) beruhen.


Streit.jpgEs erscheint logisch, dass solche Themen, bleiben sie unangesprochen, für Dauer-Zündstoff in einer Beziehung sorgen. Allerdings ist auch klar, dass es, falls diese Probleme gar nicht mehr als Problem wahrgenommen werden, ein Zeichen für mangelndes Interesse am Partner sein kann, kurzum: Das Paar hat sich bereits so auseinandergelebt, dass es schlichtweg egal ist, was der andere denkt, fühlt und tut.


Die konstruktive Auseinandersetzung ist also der Schlüssel für eine gelungene und dauerhafte Beziehung. Aber wie funktioniert eine solche "Streitkultur"? Wie streitet man, ohne den anderen zu verletzen, ohne ihn in der Integrität seiner Person anzugreifen? In "Hast du mal Zeit für einen Streit?" zeigt der Psychologe Dr. Allan Guggenbühl, wie Konflikte, Meinungsverschiedenheiten und unterschiedliche Bedürfnisse fair und vor allem gewinnbringend für die Partnerschaft in einem Streit richtig verhandelt werden können. Konstruktiv und kultiviert statt destruktiv und primitiv.


"Hast du mal Zeit für einen Streit?" bei Jokers





25.05.2011, 14.39 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Endlich mal die Sau raus lassen

Schmetterling.jpgGespaltene Persönlichkeiten haben schon immer eine gewisse Faszination auf mich ausgeübt. Entsprechend interessiert las ich das Buch "Ich und die anderen" von Matt Ruff. Als ich nun ein Radiointerview mit Nana Schweitzer hörte, musste ich ihr Werk "Schmetterlingspuppe" natürlich auch sofort haben. Die junge Autorin erzählt davon, wie sie aus einem lieblosen Elternhaus kommend die mangelnde Vaterliebe zu überwinden suchte und sich so in zwei Persönlichkeiten spaltete. Als zuverlässige, ordentliche, fleissige und angepasste Dekorateurin arbeitet sie tagsüber in einer Modefirma. Daneben existiert seit ihrem 13. Lebensjahr eine Parallelpersönlichkeit, die harte Drogen nimmt, sexuelle Ausschweifungen und den Schmerz liebt und ihren Körper mit zahllosen Tätowierungen verschönert.


Allerdings hat der Lebensweg der 29-jährigen wenig mit Bewusstseinsspaltung, viel mehr mit Ausbruch und bewusstem Widerstand gegen die inzwischen verstorbene Vaterfigur zu tun. Ein Akt, der manchen Menschen nicht fremd ist. Viele haben in ihrer Jugend in irgendeiner Weise gegen das Elternhaus rebelliert. Und: Pflegt nicht mancher insgeheim ein kleines Doppelleben? Lässt nicht jeder ab und an gern mal die "Sau" raus? Sei es nur, wenn der treusorgende Familienvater (oder die treusorgende Mutter) mit guten Freunden ab und an mal um die Häuser zieht, in der alten Stammkneipe versackt, im Fussballstadion frenetisch den Sieg der Mannschaft feiert oder auf dem geliebten Motorrad oder im Familien-Van mit mehr PS als nötig auf freier Landstrasse ab und zu richtig Gas gibt.


Insofern eröffnete mir das Buch keine spektakulär neuen Einsichten in die menschliche Psyche. Aber interessant zu lesen war es allemal.



Bild: © Essenia Deva/PIXELIO



18.04.2011, 19.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Alternative Energien nutzen

Windkraft.jpgAlternative Energien sind in aller Munde. Doch was bedeutet das? Was kann der Einzelne tun, um sich unabhängiger von Atomenergie und den traditionellen Stromerzeugern zu machen? Was sind Vor- und auch Nachteile so genannter alternativer Energiequellen? Atom- und Kohlekraftwerke erreichen ihre Wirtschaftlichkeit auch dadurch, dass sie mit relativ geringem Platzbedarf dezentral Energie liefern können. Dennoch ist es heute nicht mehr vertretbar, die Risiken von Atomkraft und die Umweltbelastung von Kohlekraftwerken, auch vor dem Hintergrund der schwindenden Ressourcen, zugunsten der Wirtschaftlichkeit zu vernachlässigen. Die Umwelt wird durch Atom- wie auch Kohleenergie stark beeinträchtigt: Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke erzeugen Abwärme, die in Flüsse oder die Luft abgeleitet werden muss. Was geschieht, wenn die Kühlung im Reaktor versagt, wissen wir alle. Kohlekraftwerke erzeugen enorm hohe Mengen an Kohlendioxid - trotz modernen Rauchgasreinigungsanlagen. Die terrestrische Biosphäre, also Wälder, können ihn "entsorgen" doch mit der fortschreitenden Entwaldung und Wüstenbildung ist dieses natürliche Mittel längst aufgezehrt. Atomkraftwerke werfen, wenn das Risiko, das sich schon im laufenden Betrieb ergibt, nicht weiter beachtet wird, das Problem der Endlagerung auf. Eine sichere Lösung für die Endlagerung von radioaktivem Material ist bis heute nicht gefunden worden.



Um Deutschland flächendeckend mit alternativem Strom zu versorgen, müsste das vorhandene Stromnetz stark ausgebaut werden, wobei die Versorgung mit alternativem Strom durch Wind- oder Sonnenenergie nicht immer konstant sein kann. Deshalb müssten verschiedene alternative Energiequellen kombiniert werden, um eine lückenlose und kontinuierliche Versorgung zu gewährleisten.


Wir kommen wohl nicht darum herum, uns mehr Gedanken um unsere Bauweise zu machen. Heute ist es nicht mehr vertretbar, ein Haus zu bauen, ohne alternative und autonome Energiequellen einzubeziehen. Doch auch in alten Gebäuden kann nachgerüstet werden. Nicht nur Sonnenkollektoren auf dem Dach, auch richtige Dämmstoffe und alternatives Heizmaterial wie z.B. eine Pellets-Heizung machen viel Sinn. Was Sie selbst tun können und welche Energiequelle die richtige für Ihr Heim ist, zeigt das Buch "Handbuch Hausversorgung".



http://www.jokers.ch/3/15560334-1/buch/handbuch-hausversorgung.html



Bild: © Silka Kaiser/PIXELIO



15.04.2011, 18.49 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Weg mit dem Glimmstengel!

Zigarette.jpgEs gibt viele Menschen, die sich lange vergebens bemühen, mit dem Rauchen aufzuhören. Dabei ist es gar nicht so schwer, soll schon Mark Twain behauptet haben. Sein berühmter Spruch "Rauchen aufhören ist kinderleicht ich habe es schon hundert Mal geschafft" ist wohl jedem Raucher bekannt. Und es stimmt ja auch. Nicht das Aufhören ist das eigentliche Problem, die dauerhafte Nikotin-Abstinenz ist das Thema! Denn genau daran scheitern viele Entwöhnungsbereite: Nicht die Zigarette wegzulassen, sondern sie für immer aus den täglichen Gewohnheiten zu verbannen, ist die Schwierigkeit.


Eine aufschlussreiche Studie aus den Vereinigten Staaten hat jetzt genau diese Problematik unter die Lupe genommen, genauer gesagt: unter den Kernspintomographen. Mit diesem bildgebenden Verfahren konnten Wissenschaftler voraussagen, ob ein ehemaliger Raucher auch nach vier Monaten noch zum Club der "Ex-Raucher" gehört oder ob er rückfällig wird. Dazu wurde die Gehirnaktivität von Rauchern untersucht, die aufhören wollten: Man hatte ein spezielles Entwöhnungsprogramm entwickelt, das individuell auf die Raucher zugeschnitten war und Lebensumstände, Bedürfnisse und Interessen ebenso wie persönliche Probleme und Charakterzüge berücksichtigte. Autosuggestionen, Selbstbotschaften, wurden hierbei entwickelt, die den Raucher zur Selbstreflexion anregen und damit sozusagen einen mentalen Riegel vor das Laster schieben sollten.


Schon vor Durchlaufen dieses Entwöhnungsprogramms zeichneten die Forscher die Gehirnaktivität im Kernspin auf und stellten fest: Diejenigen Raucher, die beim Anhören der Suggestionen eine erhöhte Aktivität in den Gehirnbereichen des Precuneus (präfrontaler Cortex) und im Gyrus Cinguli (zum Gefühlszentrum gehörend) aufwiesen, hatten weitaus höhere Erfolgsaussichten das Rauchen zu beenden. Die beiden Hirnregionen sind augenscheinlich stark an der Fähigkeit zur Selbstreflexion beteiligt und springen eben auch bei Selbstbotschaften an. Ihre Aktivierung wirkt demzufolge dem Drang, sich doch wieder eine Kippe anzuzünden, entgegen.


Was heisst das nun für uns Otto-Normal-Verbraucher? Wir wissen nun, dass Autosuggestionen tatsächlich das Aufgeben des lästigen Habitus unterstützen. Und auch, wenn wir vorab nicht sagen können, ob Sie zu den Personen gehören, deren Zentren der Selbstreflexion hoch aktiviert sind, können Sie es zumindest ausprobieren.


Bild: © wandersmann/PIXELIO


07.04.2011, 12.37 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Sport ist Mord!?

Bekennende Sportmuffel sind sich in Folgendem einig: Sie haben absolut keine Lust auf Körperertüchtigung und ein permanent schlechtes Gewissen. Denn eigentlich weiss man ja, dass es besser wäre, sich gelegentlich etwas mehr zu bewegen als nur vom Kühlschrank zum Sofa Doch der innere Schweinehund, das schlimmste aller Haustiere, hat es geschafft, Oberwasser zu bekommen. Und wenn diese ganz besondere Spezies der "Faultiere" sich auf seinem Wirt so richtig sauwohl fühlt, ist es zu spät. Dann bringt einen so gut wie nichts mehr zum Waldlauf, Radeln oder Schwimmen. Selbst zur Gymnastik auf dem Wohnzimmerteppich kann man sich nicht aufraffen und schon der Gedanke an ein Fitness-Studio mit all den schlanktrainierten Körpern bereitet Unwohlsein.


Sport.jpgUnd wer hat uns das alles eingebrockt? Man könnte zum Beispiel "Turnvater Jahn" als Schuldigen ausfindig machen, der Anfang des 19. Jahrhunderts mit seinen Turnübungen in freier Natur die Fitness-Bewegung losgetreten hat. Ging es Friedrich Ludwig Jahn (1778 1852) "frisch, fromm, fröhlich, frei" in erster Linie um die körperliche Ertüchtigung vorrangig der Jugend zur Stärkung Preussens, griff die so genannte Lebensreformbewegung gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Gedanken auf: Licht und Luft für den zivilisationsgeplagten, von der aufkommenden Industrialisierung überrollten Menschen; am besten durch Bewegung an der frischen Luft mit gesunder, vollwertiger, gerne auch vegetarischer Kost. Da haben wir den Salat, im wahrsten Sinne des Wortes!


War man in der Folge bedingt durch die beiden Weltkriege in Deutschland weitestgehend mit Überleben beschäftigt, liess man es sich nach 1945 im Wirtschaftswunderland erst mal so richtig gut gehen. Das dicke Ende folgte auf den Fuss - und ein erneutes Aufflackern des Fitnessgedankens. Baldführten uns in den USA der Bodybuilder Arnold Schwarzenegger und die Aerobic-Queen Jane Fonda ihre gestählten Körper vor. Und bald schossen auch hierzulande die "Mucki-Buden" aus dem Boden. Diese haben sich inzwischen zu einem ernst zu nehmenden Wirtschaftszweig entwickelt. In modernen Fitness-Studios kann man nicht nur die Muskeln aufpumpen und sich die Seele aus dem Leib hüpfen, man wird dort auch mit fernöstlich anmutenden Fitmachern wie "Power-Yoga" bespasst.


Man muss es ja nicht gleich übertreiben, aber seien wir ehrlich: Gemässigte Leibesübungen würden uns durchaus nicht schaden. Schliesslich trieb auch Winston Churchill, der den Ausspruch "No Sports" auf die Frage, wie er so alt geworden sei, getätigt haben soll, Sport. Der berühmte Brite beschäftigte sich in jungen Jahren mit Reiten, Fechten und dem Polo-Spiel, mit Dingen also, die ihm grosses Vergnügen bereiteten. Und genau da liegt der Schweinehund begraben: Sport muss Spass machen, sonst hört man schneller wieder damit auf, als man begonnen hat. Für den Anfang kann man ja schon mal Aufzug und Rolltreppe meidenund tapfer die Treppe hochstapfen. Und wer sich so gar nicht zum Spazierengehen motivieren kann, parkt auf dem Weg zur Arbeit das Auto einfach ein gutes Stück entfernt oder steigt eine Station früher aus dem Bus aus.


Für alle Couch-Potatoes hier noch ein ganz heisser Geheim-Tipp: das Bewegungsprogramm für alle, deren Geist willig, aberderen Fleisch schwach ist:


http://www.jokers.ch/3/13738471-1/buch/fitness-fuer-faule-saecke.html



Bild: © Dieter Schütz/PIXELIO



18.03.2011, 17.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL

125 Jahre Automobil

Früher war alles besser - die Autos zumindest. Das jedenfalls meinen Oldtimer-Freaks, jene Liebhaber historischer Fahrzeuge, die sich für glänzendes Chrom, "Haifischflossen" und Weisswandreifen begeistern. Und seien wir ehrlich, in früheren Zeiten sahen Autos irgendwie freundlicher aus. Sie hatten ein Gesicht, runde Kulleraugen und ein Lächeln.


Citroen_2CV.jpgEin unvergessenes altes "Schnauferl" etwa ist der legendäre "Käfer", 1938 als "Volkswagen" produziert. Er zaubert noch heute Alt und Jung ein Lächeln ins Gesicht und lässt Geschichten sprudeln nach dem Motto: Ja damals hatte ich auch einen Oder die "Ente", der mythenbehaftete Citroen 2 CV, DAS Vehikel der 1968-Protestgeneration schlechthin, dassich vom lahmen Watschler zum Kult-Mobil mauserte. Dabei war dem "Deux Chevaux" (zwei Pferde) oder "Deux Pattes" (Doppel-Pfote), wie die Ente in Frankreich heisst, ein eher bodenständiges Leben beschieden. Sie sollte zwei Bauern, einen Zentner Kartoffeln und einen Korb roher Eier unbeschadet über einen frisch gepflügten Acker transportieren. Dieses Kunststück vollbrachte der "Döschwo" seit 1948 brav schnatternd.


Im Luxussegment sind es dann Schönheiten wie der Mercedes 300 SL mit seinen Flügeltüren oder der herrschaftliche Bugatti Royale, Ende der 1920er-Jahre das teuerste Auto der Welt, die die Herzen der Freunde alten Blechs höher schlagen lassen.


Hätte Carl Benz 1886 nicht das Automobil erfunden, wäre es zu derartigen Leidenschaften gar nicht gekommen. Ihm gelang als erstem Tüftler die Entwicklung eines mittels Verbrennungsmotor sich selbst bewegenden Fahrzeuges - Automobil genannt, zusammen gesetzt aus dem griechischen "auto" = selbst und dem lateinischen "mobilis" = beweglich.


Experimentiert wurde schon lange mit verschiedenen Antrieben, etwa mit Dampf, Gas oder Segeln. Aber erst der Benzsche "Motorwagen" brachte den Durchbruch. Die erste längere Fahrt mit der stinkenden, fauchenden Maschine übernahm übrigens Benz Ehefrau Bertha - ohne Wissen ihres Gatten. Sie tuckerte mit ihren beiden Söhnen von Mannheim nach Pforzheim und holte sich Benzinnachschub in der Apotheke - Tankstellen gab es noch nicht. Damit bewies die Pionierin der Automobilisten nicht nur Wagemut, sondern stellte auch die Fernreisetauglichkeit der neuen Erfindung unter Beweis. Immerhin betrug die Strecke 106 Kilometer. Die Fahrerin blieb unbeschadet und strafte damit alle Zweifler Lügen. Opfer des Höllen-Trips wurden lediglich ein paar Hühner, die Bertha Benz im Eifer des Gefechts überfahren haben soll.


Und da Oldtimer-Fans nie genug bekommen beim "Autos-gucken", gibt es hier Bücher mit Suchtpotential:


http://www.jokers.ch/3/16384953-1/buch/die-lieblingsautos-der-deutschen.html


http://www.jokers.ch/3/15879552-1/buch/deutsche-autos.html



Bild: wikimedia


14.03.2011, 16.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Australisches Essen: nur Kakerlaken und Mehlwürmer?

Peer ist also der Dschungelkönig. Selbst die, die sich weigerten, auch nur eine Folge des Quotenhits "Ich bin ein Star holt mich hier raus" anzusehen, haben so viel mitbekommen. Und die, die dem Gruppenzwang unterlagen, haben immer noch Albträume, in denen der Fiesling Jay auftaucht, wie er seine Mehlwürmer-Sülze wieder heraus würgt (die vegetarische Variante davon ist, wie Kati ihr vergorenes Enten-Ei erbricht).


Nein, das musste man sich wirklich nicht ansehen. Schon deswegen nicht, weil leicht der Eindruck entstehen konnte, australisches Essen bestünde nur aus widerwärtigem Krabbel-Fastfood oder das MDH überschrittenem anderem Ekelzeugs.


Dabei hat die australische Küche viel mehr zu bieten, als uns RTL glauben lassen will: Haben Sie schon einmal Lachs in Blätterteig gekostet? Oder mit Krabben gefüllte Pilze? Illabo-Lammrücken? Polenta mit gebratenen Auberginen?


Australien.jpgZugegeben: Auch ich kam erst kürzlich in den Genuss dieser exzellenten "Crossover-Küche": Nämlich, als wir eine Einladung zu einer "Dia-Party" erhielten. Ein Bekannter verbrachte sechs Monate in Australien und Neuseeland und war kürzlich zurückgekehrt.


Martin wollte uns an diesem Abend jedoch nicht nur seine wunderbaren Aufnahmen der abwechslungsreichen Landschaften zeigen, sondern uns auch mit ungewöhnlichen Gaumenfreuden beglücken.


Und das ist ihm vollkommen gelungen! Gerade diese Küche mit ihrem exzentrischen Sammelsurium aus Multi-Kulti-Einflüssen besticht mit ihrer Vielfältigkeit von Geschmacksrichtungen. Unser gesamter Freundeskreis, der sich zu dieser Dia-Party versammelte, war jedenfalls beeindruckt von der zwar manchmal ungewöhnlichen, aber immer erstaunlich leckeren Kombination verschiedenster Zutaten. Erst ganz zum Schluss verriet Martin, dass er all die verführerischen Speisen keineswegs "einfach so" aus dem Hut gezaubert hat. Praktische und anregende Hilfe holte er sich bei "Australien und Neuseeland. Das Kochbuch". Das Buch hätte er uns besser nicht gezeigt, denn die Rezepte sind um faszinierende Fotos von Australien von Neuseeland ergänzt, die, ganz unter uns, mindestens genauso viel Aufmerksamkeit wie Martins Dias bekamen.


http://www.jokers.ch/3/14948989-1/buch/australien-neuseeland-das-kochbuch.html


Bild: © Olga Meier-Sander/PIXELIO



06.03.2011, 00.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Laura Laktose:
Ist das erste Buch mit den 1600 Lebensmitteln
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Marianne:
Es tut mir noch immer so leid dass ich erst v
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Anne:
Ich habe sehr lange Zeit online Schack gespie
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Marie:
Ich bin generell begeistert von den Schüssle
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schuessler aslze:
Toll, das ist endlich mal ein gut geschrieben
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